Mit einem ungewöhnlichen Tanztheaterprojekt setzt das Universiätskulturzentrum seine trilaterale Reihe DURSTSTRECKEN | RAZDALJE | DISTANZE fort. Zentrales Thema ist die Überwindung von realen Hindernissen und kulturellen Beschränkungen, das unter der künstlerischen Leitung des Choreografen und Filmemachers Nikolaus Meixner mit einer Gruppe wahrer SpezialistInnen umgesetzt wird. Die einen, sogenannte DanceAbility-Tänzerinnen, sind aufgrund ihrer speziellen Körperlichkeit auf Rollstühle oder Krücken angewiesen und damit täglich mit unüberwindlichen Barrieren konfrontiert; die anderen, Traceure und Parkour-Läufer, suchen das Hindernis als akrobatische Herausforderung.
DanceAbility wurde vor 25 Jahren vom US-Amerikanischen Choreografen Alito Alessi entwickelt und versteht sich als Spielform des zeitgenössischen Tanzes für Menschen mit und ohne Behinderung. Bei der jungen Sportart Parkour (kein Rechtschreibfehler!) geht es darum, ohne Hilfsmittel auf möglichst direktem Weg von A nach B zu gelangen.
Schauplatz ist die Peripherie von Pontebba im italienischen Kanaltal, das der Transitverkehr in Gestalt der Autobahn und einer Hochleistungstrasse buchstäblich überrollt hat. Begleitet und unterstützt vom Publikum setzen sich die KünstlerInnen in Bewegung, um Wege und Un-Wege der Kooperation zu erkunden und dabei tänzerische Akzente zu setzen. Ob »gehandicapt« oder nicht, geht es da wie dort um die Ästhetik der Bewegung, die aus der subversiven Aneignung des öffentlichen Raumes resultiert. Seinen Abschluss findet der PARKOUR DE DANSE im ausgedienten Zollbahnhof von Pontebba, an dem sich die Versuchsanordnung mit Unterstützung eines Videokünstlers und eines Musikers zur multimedialen Performance verdichtet.
Wie bereits die ersten Probenarbeiten im vergangen Herbst gezeigt haben, löst die Zusammenarbeit von Rollstuhltänzerinnen und Traceuren ungeahnte kreative Prozesse aus und ergeben sich daraus Szenen und Dialoge von großer emotionaler Dichte. Damit erwartet das Publikum ein mehrstündiges Tanzstück in ebenso radikalen wie berührenden Bildern, bei dem ein Ort des Niedergangs zur Stätte der Begegnung und des Aufbruchs wird.

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