Steilküste und Muschelbänke bei Aurisina
 
Über der Küste – Wanderung von Aurisina nach Villa Opicina
 

So behutsam das Land westlich von Monfalcone ins Meer eintaucht, so entschlossen entsteigt es den Fluten südöstlich der Industriestadt. Die hier beginnende Steilküste bestimmt den Verlauf und Charakter dieser ebenso bequemen wie erhebenden Wanderung am äußersten Rand des Triestiner Karsts.

Ausgangspunkt ist der Römersteinbruch von Aurisina, den man zunächst umrundet, um sich dann unvermittelt auf den Klippen über dem Meer wiederzufinden. Von den Dolomiten bis Istrien reicht das Panorama. Einem felsigen Kamm folgend, erreicht man den kühn angelegten Sentiero dei Pescatori, der einen lohnenden Abstecher zum Ufer (und im Sommer ein erfrischendes Bad) erlaubt. Nächste Station ist ein Wasserturm aus dem 19. Jahrhundert, der den Wald überragt und vom begehbaren Dach aus den Blick nach Norden eröffnet. In Santa Croce, hoch über der Küste, erwarten den Wanderer verwinkelte Gassen, eine freundliche Bar sowie ein hübscher Friedhof mit Meeresblick. Ein schöner Aussichtspunkt liegt auch auf dem schattigen Weg nach Prosecco, das man nur streift, um sich auf verwunschenen Pfaden nach Contovello, einem malerischen Dorf mit wunderbaren Weinterrassen, durchzuschlagen. Tief unten lockt Schloss Miramare zur Besichtigung. Über Schleichwege gelangt man schließlich zur strada Napoleonica, auf der man im lichten Kiefernwald und mit Blick auf Triest nach Villa Opicina promeniert. Den vergnüglichen Abschluss bildet die holprige Fahrt mit der Tranvia, der legendären Straßenstandseilbahn von Triest, ins Zentrum der Stadt.

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