LESERREAKTIONEN

Mit der 3. Auflage 2010 Ihres Buches absolvierten wir, eine Gruppe von 12 Wanderern, vom 31. August bis 5. September 2015 die Wanderungen XV.–XX. Rundwanderung in den Vallidel Natisone: wunderschön!
Zwei Bemerkungen zur 4. Etappe (GANZ AUSSEN):
1)
Der beschriebene Weg von der Kirche Santa Maria (oberhalb von Cras) nach Lase ist im Moment nicht begehbar. Obwohl mühsam, so ist der Beginn trotz Windbruch und daher sehr verwachsen noch möglich, die letzten Meter zum Karrenweg sind wegen eines kleinen Bergrutsches infolge von Forstarbeiten auch für Geübte kaum zu bewältigen und gefährlich! (Bei uns kam zusätzlch Nässe dazu.) Insgesamt ist von der Begehung dringend abzuraten!
2)
Der Fahrweg von Clabuzzaro in den Talgrund der Idrija ist zu Beginn inzwischen asphaltiert. Man verläßt ihn bei einem Straßenwegweiser PROPETTO nach links.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerhard WunderlPS:
Die Kochkünste von Donna Maria in der Trattoria alla Posta in  Clodig können nicht hoch genug gelobt werden (trotz Ruhetag)!
[August 2015]


Liebe Autoren und Autorin der »Letzten Täler«,

wir haben eine wunderbare Woche auf Ihren Spuren im Friaul verbracht und diese Art des Gehens auf alten Kulturwegen sehr genossen. Vielen Dank! Da wir die genauen Wegbeschreibungen sehr geschätzt haben, hier ein paar kleine aktuelle Beobachtungen:
Wanderung I, Weltreise: Die ehemalige Bahntrasse Richtung Jesenice ist heute ein breiter Fahrradweg. Sollten auch andere Wanderer den Kilometerstein Nr. 6 nicht entdecken können, so kann man auch über einen Waldweg, der kurz vor Erreichen der Asphaltstraße nach Fusine in Valromana, nach rechts abzweigt, aufsteigen und zum angegebenen, markierten Weg finden.
Wanderung VI, Versunkene Welt: In Stavoli ist es hilfreich zu wissen, dass der Weg Richtung Campiolo gleich beim Haus des Dichters Pugnetti nach links abzweigt und dann nochmal links und vorbei am Kirchlein führt. Der Weg war mit Nr. 417 markiert (im Buch steht 419). Eine Dorfbewohnerin hat uns bestätigt, dass viele Wanderer, so wie wir, zuerst den Ort durchqueren und dann irrtümlich auf einen Weg Richtung Tolmezzo gelangen.
Wanderung XIII, Am Balkon: Vom Abstieg zum kleinen Wasserfall sollte man sich – zumindest im Hochsommer – kein Badevergnügen erhoffen. Wir haben nur ein kleines Rinnsal vorgefunden und der Wasserfall selbst scheint nur mit guter Sicherungsausrüstung erreichbar.

Wir wünschen allen zukünftigen Wander/innen viel Freude und freuen uns auf weitere Entdeckungen, nächstes Mal hoffentlich im Karst.
Liebe Grüße, Sabine Aydt
[Juli 2013]

P.S.
Auf der Rundwanderung bei Montefosca hat uns von Beginn an ein Gewitter verfolgt. Wir haben die herrliche Jause im Agriturismus Al Paesana ausgedehnt, weil wir hofften, es würde an uns vorüberziehen, während wir es uns in der Laube gut gehen lassen. Aber dann haben uns die Wolken weiter vor sich hergetrieben, bis kurz vor Cedarmaz ein ordentlicher Guß niederging. Wir haben das erste Haus in Cedarmaz angepeilt und konnten uns dort unterstellen, wurden vom Eigentümer auf ein Bier eingeladen und haben mit ihm geplaudert. Nach einer Weile hab ich das Buch herausgezogen, um wie üblich für unsere kleine Gruppe meine »Vorlesung« zu halten. Da las ich dann über den Bewohner von Cedarmaz, dessen Eltern nach Belgien ausgewandert waren und der zurückgekehrt ist. Ja, und genau er stand neben uns und hatte uns sogar schon von seiner Lebensgeschichte erzählt! In den Texten, die ich bis dahin gelesen hatte, war keine einzelne Person so persönlich beschrieben und genau bei ihm sind wir gelandet. Dieser schöne Zufall hat uns noch mehr mit ihren Beschreibungen verbunden, die auch sonst eine wahre Freude waren! Er hat übrigens auch erzählt, dass andere Bewohner des Weilers damals nach Kanada, Mexiko und Australien ausgewandert sind. So groß und so klein ist die Welt.
Sabine Aydt

Lieber Herr Pilgram,
hier wie schon angekündigt meine »Impressionen« (ergänzt durch Bilder von Herrn Strohofer) als Dank und Rückmeldung für Ihr tolles Buch. Es hat uns einen einmalig schönen Wanderurlaub beschert.
Dank aber auch an die anderen, die auf der Webseite ihre nützlichen wie unterhaltsamen Spuren hinterlassen haben. Wie schon jemand anders schrieb: Nicht immer war der Weg auf Anhieb zu finden. Einer unserer zwei unfreiwilligen Abstecher wären allerdings vermeidbar gewesen, hätte ich die Karte gewissenhafter mit der Realität abgeglichen.
Ich habe mich bemüht, in der Realität festgestellte Abweichungen von der Beschreibung oder von uns als fehlend empfundene Informationen im Bericht kenntlich zu machen (auf Grundlage meiner Notizen nach dem jeweiligen Tagesabschnitt). Vielleicht können Sie damit ja etwas anfangen. Auch wenn in Ihrem Buch die dichte Vegetation deutlichst beschrieben und abgebildet ist, war es für uns ein überraschender Eindruck, Italien in einer so überwältigend grünen Landschaft zu erleben.
Die Wanderung war uns Freude wie Lehrstück gleichermaßen. Wir werden sicher auch zukünftig wieder auf »Ihren Spuren« wandern (Slowenien).
Gerlinde Seidel, Wilhelmsfeld (DE)
[September 2012]

NATISONE_IMPRESSIONEN [Pdf-Dokument, 38 Seiten]

Ich habe dieses Wochenende die wunderschöne Wanderung von Tarvis zum Laghi di FUSINE und retour gemacht. Habe in der Wegbeschreibung einen gravierenden Fehler gefunden. In Buch auf Seite 15 »Kilometerstein Nr. 8« ist falsch, richtig wäre KILOMETERSTEIN 6. Bitte um Weitergabe dieser Information an die Leser und Autoren.

Mit freundlichen Grüßen DI. Wolfgang ALBL
[Juni 2012]

Sehr geehrter Herr Pilgram,
nach dem Genuß der 5-tägigen Wanderung in den Natisone-Tälern Ende Mai und eines Besuchs im Val Dogna Anfang August möchte ich mich herzlich bedanken für die Inititiativen, die Sie und ihre Mitstreiter in dieser Region gesetzt haben.
Ich habe noch nie ein Wandererlebnis dieser besonderen Art erlebt, freundliche Menschen, wir wurden quasi von Ort zu Ort weitergereicht und bestens betreut. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch bei Donna Maria in Clodig!
Einige kleine Details, die nicht so ganz gepasst haben seien kurz erwähnt:
– Die Wegfindung war vermutlich durch das rasche Wachstum der Vegetation nicht immer einfach, z.B. der Weg von Ielina bis Taverna Orso Matto war ziemlich überwuchert, bzw. der erwähnte Wegweiser aus Beton am Ortsrand von Ielina war einfach unauffindbar.
– Im Val Dogna ist der Friedensweg (von der Sella di Sompdogna bis Dogna) bzw. von Plan de Spadovai nach Pleziche durch Unwetter im Dezember 2010 tw. zerstört und unpassierbar geworden bzw. durch die Errichtung einer neuen tw. betonierten Straße zwecks Hochwasserschutzbauten unattraktiv geworden.
Freundliche Grüße
Franz Josef Oberleitner
[August 2012]


Sehr geehrter Herr Pilgram,
im vergangenen Herbst bin ich durch die »Letzten Täler« der Valli del Natisone gewandert. Das Wanderlesebuch von UNIKUM-Klagenfurt war für mich und meine beiden Mitwanderer Anstoß und exzellenter Begleiter. Wie es uns so beim Gehen ergangen ist, habe ich in einem »Wanderbericht« festgehalten. Auch die Begegnungen mit einigen der reizenden »Ureinwohnern«. Ich bin heute noch begeistert von der herrlichen Wandertour und Ihrem Buchprojekt. Als kleines »Dankeschön« und Response möchte ich Ihnen im Anhang den »Bericht« übermitteln.
Es grüßt Sie mit der Hoffnung auf weitere interessante Wanderbuch-Projekte Ihres Hauses
Ihr H. Benno Staab
[Juni 2012]

Bericht downloaden (17 Seiten, Word-Dokument)

Lieber Gerhard Pilgram!
Wir sind heuer zu fünft im Juli zwei Tageswanderungen und die 6-Tagestour mit ihrem Buch gegangen und waren sehr begeistert. Wahrscheinlich haben sie ohnehin schon eine Fülle an Fotos, aber es gibt ja die Löschtaste.
[ALBUM ANZEIGEN]
Lassen Sie mir bitte auch Ihre Mitstreiter/Innen grüßen, ich bin ein begeisterter Leser und Nachgeher Ihrer Wander-Reisebücher (Das hat schon mit Kärnten. Unten durch begonnen). Diese Art von »Reisebuch« , und das behaupte ich ncht aus Schmeichelei, ist das Beste was ich kenne. Ich wünsche Ihnen weiterhin Erfolg und noch viele schöner Wanderkilometer und mir noch weitere Grenzgehen-Literatur.
Herzliche Grüße
Gerhard Strohpfer

[Dezember 2011]


august 2011, parallellwelten – der ausgangspunkt der wanderung: agriturismo la meridiana in venco hatte angeschrieben: 30. mai–30. september g e s c h l o s s e n, schade – daher mußte der »würdige abschluss« anderswo gesucht werden! (abends dann im ristorante sgubin) ... in scrio suchten wir die »mehreren guten gelegenheiten sich zu betrinken« vergebens ... war doch dieser hinweis auf s. 363 unsererseits schon rot unterstrichen worden, schade...
val aupa: das bauernhaus von tolazzi&nickles in drentus ist noch nicht bezugsfertig, sie gaben uns in ihrem haus in dordolla quartier (...non molla!) ... im val resia gibt es diese ansicht des steins s. 102 cascata del potok nicht mehr!... zu weihnachten lassen sie, laut erzählung, in stolvizza einen riesigen, von hunderten glühlampen erleuchteten stern vom berg heruntergleiten... zum inhaltsverzeichnis: V. ZU DEN QUELLEN,
VI. VERSUNKENE WELT, VII. AUGENWEIDE, VIII. VIER SÄTZE, IX. AM UFER,
X. ÜBER DIE SCHWELLE, XI. DIE LETZTEN DÖRFER, XII. WEITE BLICKE... das wird ja schon längst bekannt sein ... die reise mit dem buch war überaus erlebnisreich, und wir gehen im nächsten jahr weiter damit...
danke ernst und nini schagerl , wien

[September 2011]


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frau und ich sind in unserem Urlaub Mitte August 2011 vier Routen mit Ihrem Buch DIE LETZTEN TÄLER (2. Auflage, 2008) in der Hand gewandert.
Dazu einige Anmerkungen:

Wanderung Nr. VII:
Rundwanderung bei Venzone
Da man »aus dramaturgischen Gründen« wie bei der Wanderung Nr. V anscheinend in Gegenrichtung läuft, kann man die Markierung "718" nicht sehen: sie ist direkt hinter dem Baum angebracht. Außerdem ist die »Gabelung« eher eine scharfe Abzweigung nach rechts. Nachdem wir eine halbe Stunde weiter geradeaus gelaufen waren, kamen uns doch Zweifel, ob wir noch auf dem richtigen Weg waren, denn die Zeitangaben im Buch waren für uns immer recht hilfreich und zuverlässig. Beim Zurücklaufen sahen wir die Markierung deutlich. Was uns auch verwirrte, war die Bachquerung. Nachdem wir vorher zwei mal Seitenbäche auf Brücken gequert hatten, waren wir nicht darauf eingestellt, dass hier eine Querung auf Flusssteinen gemeint ist.
Der weitere Weg war leicht zu finden, bis man bequem dem Waldweg folgte, der sich zur Schotterpiste verbreitert: jedoch auf einmal gab es keine Piste mehr, nur noch Schotter und auch der Wegweiser nach Venzone war unauffindbar – auch nach Zugabe von weiteren 5 Minuten Gehzeit. Aber der Hinweis auf militärisches Gelände führte uns wieder auf die richtige Spur: Stacheldrahtrollen und Patronenhülsen im Gelände zeigten den Weg.
Die Abzweigung nach dem Kirchlein Sant' Anna (»Nach etwa 200 m, in einer leichten Linkskurve ...«) war erst beim zweiten Versuch zu finden; die Linkskurve ist eindeutig, aber es gibt hier zwei Abzweigungen. Wir liefen prompt in die falsche, die uns erst einmal auf eine Wiese – ohne Fortsetzung des Wegs – führte.
Fazit: spannende Tour, sehr zu empfehlen.

Wanderung Nr. V: Rundwanderung im Val Resia
Im Buch steht »man stellt den PKW bei der kleinen Kapelle an der Straße ab«; keine Chance: sowohl an der Kapelle als auch an allen Grundstücken entlang der Straße sind Sperrketten und Verbotsschilder (privat) angebracht.
Später (»20 m nach einem markantem Felsblock«) stellte sich uns die Frage, was eigentlich ein markanter Felsblock in einem Wald mit lauter Felsblöcken ist. Jedenfalls fanden wir keine Wegkreuzung, aber da wir auch – wie im Buch geschrieben – einfach geradeaus gingen, kamen wir auch zur Geländestufe. Ab da war es nur noch eine Schwierigkeit, den Grundstückszäunen bis zur Asphaltstraße auszuweichen (aber Sie
schreiben ja, dass man sich weglos durchs Gebüsch schlagen muss).
In Stolvizza wird man zum Borgo Kikej hinaufgelotst. Wenn ich gewusst hätte, dass Borgo keine Burg oder etwas Ähnliches ist, sondern nur ein dämliches Kriegerdenkmal, wäre ich bei 38 °C im Schatten nicht dort hinauf gegangen.

Wanderung Nr. XXI: Parallelwelten
Hier heißt es »weiter auf geschottertem Fahrweg bis zum Haus Nr. 1 ... Hinweistafel Waldbrandgefahr«. Nachdem wir an einem Gebäudekomplex rechter Hand vorbeigekommen waren, suchten wir das Waldbrandschild, fanden es und verirrten uns 10 Minuten lang in einem Weinberg. Schließlich gingen wir zurück und auf der Straße weiter und kamen erst viel später zu dem Haus Nr. 1 – jetzt war für uns der Hinweis klar; wir hatten an der verkehrten Stelle gesucht. Hier wäre, wie sonst immer sehr hilfreich, eine Angabe der Gehzeit bis zu diesem Haus Nr. 1 gut gewesen. Viel später, beim Marsch von Kožbana nach Süden, überquert man auf einer Brücke den Bach. Hier heißt es im Buch: »... biegt man nach rechts in einen ansteigenden Karrenweg, der oberhalb einer Wiese in den Wald führt.« Hier gibt es allerdings drei Möglichkeiten, weiterzugehen. Wir
entschieden uns natürlich für die falsche, nämlich auf dem deutlichen Karrenweg direkt in den Wald (auch wenn wir unter einem Elektrozaun durchschlüpfen mussten). Erst als keine Gabelung und auch keine unbewaldete Hügelkuppe in Sicht kam, versuchten wir es direkt bei der Wiese auf einem Wiesenweg (total zugewachsen). Im weiteren Verlauf passten aber wieder alle Angaben aus dem Buch. Hier hätte man gut eine Gartenschere brauchen können, um die Brombeerranken, die den Weg zugewachsen haben, wegzuschneiden. Die unbewaldete Hügelkuppe zieht sich ziemlich lange hin. Da wir das nicht wussten (die Zeitangabe half uns auch nichts mehr, weil wir doch
ziemlich lange fehlgegangen waren), suchten wir schon am Anfang der Hügelkuppe die Weinstöcke zum Abstieg – die richtige Hügelkuppe kam
aber erst viel später. Irgendwo nach dem Kirchlein Sveta Marjeta verloren wir die Orientierung (wahrscheinlich bei »der Asphalt endet bei einem Haus ...«). Jedenfalls
kamen wir bei der Spielbank zur Straße und mussten den ganzen Weg zum Ausgangspunkt neben dem Autoverkehr latschen.

Wanderung Nr. XXII: Wanderung am Monte San Michele
Nach der Wegbeschreibung »trifft man auf den Weg Nr. 76 und geht auf diesem nach links«. Nach höchstens sieben Minuten trifft man auf einen Querweg mit den Bezeichnungen Poc. 1 und Poc. 2 (es gibt aber keine Markierung 76 mehr). Wir gingen hier nach rechts und kamen auf diese Weise unterhalb des Museums auf die Straße. Wir mussten auf dieser nach rechts gehen (und nicht »nach links« wie im Buche beschrieben), um zum Museum zu gelangen.
Der Abstecher zum Auwald und Ufer des Isonzo sollte erst an der Brücke erfolgen. Wir versuchten es an der angegeben Stelle, gaben es aber nach 10 Minuten auf, da wir keine Macheten hatten, um uns durch das Dickicht zu schlagen.

Die Wegbeschreibungen und die Hintergrundinformationen sind sehr hilfreich. Die Anmerkungen sollen auch keine Kritik sein. Aber da Sie im Vorwort schreiben, dass Sie sich auf Leserreaktionen freuen, wollten wir Ihnen von unseren Erfahrungen schreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Christl und Bernhard Urban
Neusäß, Deutschland
[SEPT. 2011]


Von den letzten tälern sind wir sehr begeistert. dies war nun das dritte mal, dass wir anhand eures wanderführers in der gegend unterwegs waren. und wir schätzen die gegend zwischen tarvis und triest mehr und mehr. ein grund dafür sind die wanderungen. einige davon werden wir sicher wiederholen oder so ähnlich gestalten. dazu gehören auf jeden fall die wanderungen bei venzone und bei moggio. aber auch die parallelwelten
werden wir wieder besuchen. ich bin sicher. was man da zu sehen und zu
spüren bekommt prägt sich so ein, dass man es wiedersehen will.
was wir sicher nicht mehr machen werden, ist die wanderung an der isonzo
mündung. völlig untypisch für eure beschreibungen und routen habe ich diese wanderung gefunden, und mit einer zusätzlichen stunde wegesuche im unterholz wird mir diese tour in erinnerung bleiben. jetzt weiss ich zumindest, dass pappeln nicht immer nur säulen sein müssen.
auch die sechstages wanderung werde wir wohl nicht mehr wiederholen. aber
nicht, weil sie uns nicht gefallen hätte oder weil die beschreibung schlecht war. ganz im gegenteil. die wanderung ist empfehlenswert, so wie sie ist. eine ausgezeichnete zusammenstellung (bis auf die fünfte tour, die können wir ja nicht beurteilen). ich glaube auch, dass wir zurückkehren werden zum Matajur. jetzt kennen wir ja die gegend und
wissen, dass es dort noch viel mehr gelegenheiten zum wandern gibt (und dass dort wirklich busse fahren). dies ist auch der grund, warum wir die sechstages wanderung so nicht wiederholen werden. es gibt zu viele andere routen, die man dort noch entdecken kann.
Bertram Wassermann, St. Pölten
[SEPT. 2010]

Die letzten Täler, Tour 2010 Zusammenfassung
Zusammenfassung
Wetter, Versorgung und Übernachtung:

1. Tag (Dienstag 14.9.):
Wetter ausgesprochen schön und warm. Erste Möglichkeit zum Wasser fassen war die Quelle bei der Felsenkirche von Antro, also sehr spät. Keine inkaufsmöglichkeit auf dem Weg. Wir hätten uns in Cividale gut ausstatten sollen. Trattoria in Antro war wegen Urlaub im September geschlossen. Übernachtung in Trattoria Al Vescovo, zwei von sechs Personen. Reiseproviant im Lokal erworben.

2. Tag (Mittwoch): Wetter sehr schön und warm, wenn auch windig. Morgens Einkaufsmöglichkeit in Loch Linda (Gubana e mele). Bar in Mersino Alto, Ruhetag Mittwoch (!). Das erste Wasser in Mersion Alto (Ierep). Sonst keine weiteren Möglichkeiten entdeckt. Übernachtung im Refugio Pelizzo, wir waren die einzige Gäste, die übernachtet haben.

3. Tag (Donnerstag): Der Regen beginnt. Es ist aber verhältnismäßig warm. Trattoria in Vartaca: Ruhetag im September: Mittwoch und Donnerstag, aber zumindest hatten sie ihre Sonnenzelte noch aufgespannt. Deswegen konnten wir auch ohne gastronomische Verpflegung einige Zeit außerhalb des Regens pausieren. Auf den ersten Brunnen stießen wir in Stermiza. Der war allerdings mit etwas beschriftet, das wir als „kein Trinkwasser“ interpretierten. Weitere Brunnen in Stermiza - auch ohne Beschriftung - haben wir deswegen ignoriert, Wasser haben wir an einem Brunnen beim Zutritt zum Ort Cepletschis genommen. Danach haben wir kein Wasser mehr gebraucht. Warum in dieser Gegend Brunnenwasser manchmal ungenießbar zu sein scheint, blieb uns bis zu letzt ein Geheimnis. Übernachtung bei B&B Mario Ruttar, einzige Gäste – nicht nur dort sondern überhaupt im Ort. Tattoria alla Posta war wegen Urlaubs geschlossen.

4. Tag (Freitag): Der Regen und der Nebel verdichten sich. Osteria in Clabuzzaro, Gerade noch offen, sie haben für die Saison Schluss gemacht. Wir bekamen zwar nichts mehr zu Essen, aber eineinhalb Liter Tee um €2,40, was man normalerweise für ein bis zwei Tassen bezahlt, und einen trockenen und geheizten Gastraum, wo wir unsere Sachen „zwischen“ trocknen konnten. An diesem Tag bekamen wir von oben so viel Wasser, dass wir unterwegs keines mehr zu nehmen brauchten. Auffüllung der Wasserreserven beim Start in Clodig. Übernachtung in der Agricultura Dugaro in Dughe (mit Heizung (!!!)). Einzige Gäste im Haus und vor Ort.

5. Tag (Samstag): Noch mehr Regen und vor allem viel mehr Wind. Tour haben wir daher abgeblasen. Mittels Taxi (Telefonnummer aus dem Wanderführer ) von Agritourismo Dugaro in Dughe nach Castelmonte um €35. Übernachtung im Albergo Pellegrino. Außer uns waren noch fünf Übernachtungsgäste anwesend. Die Tagesgäste haben sich unserer Zählfähigkeit entzogen.

6. Tag (Sonntag): Sonnenschein und Wärme. Wasser und Proviant konnte am Anfang der Tour so gut gefasst werden, dass bis zu ihrem Abschluss in Cividale keine weitere Nachladung notwendig war. Die Tour ist auch so kurz, dass man nicht unbedingt eine Gaststätte am Wege braucht. :: top ::

Im Detail
Anreise

Die Anreise erfolgte am 13.9. mittels Nachtzug von St. Pölten nach Udine. Der Zug nach Cividale wäre am Bahnsteig gegenüber zwei Minuten nach unserer Ankunft um 6:30 abgefahren. Wir hätten direkten Anschluss gehabt. Allerdings mussten wir noch ein Ticket kaufen. Das erhält man für den Regionalzug Udine – Cividale nicht, wie man meinen könnte, beim Schalter der italienischen Bahn, sondern in einer Trafik. Daher konnten wir nicht gleich weiter, sonder nahmen zunächst einen ersten italienischen Kaffee und dann um 7:00 den Zug nach Cividale. Das Frühstück im Nachtzug war übrigens das Beste, das wir je in einem Zug bekommen hatten. :: top ::

Erster Tag
In Cividale angekommen, konnten wir nicht sofort starten, da uns noch das geeignete Kartenmaterial fehlte. Nach kurzer nervlicher Anspannung erledigte sich das Thema aber in einem früh öffnenden Zeitungsgeschäft in der Nähe des Doms. Noch ein zweiter Kaffee, und es ging los. Das Licht an diesem Morgen war wie von der Abendsonne.
Der Tag wurde schön, sonnig und warm. Der Anfang dieser ersten Tour glich dem ersten Teil einer Hochschaubahn, dem langen Anstieg zur ersten Talfahrt. Der Anstieg an sich ist nicht besonders aufregend, das Treten auf dem steinigen ehemaligen Militärweg eher anstrengend, die Ausblicke mager. Die Spannung rührt her von der Vorfreude auf das, was kommen wird.
Das einzig Besondere am vormittäglichen Aufstieg waren zwei kleine verwilderte Hunde, die zunächst vor uns davon liefen. Dann plötzlich war nur noch einer der beiden, der Kleinere, vor uns, immer in sichtweite sich nach uns umdrehend. Der andere erschien wenig später in unserem Rücken, uns wieder in respektvollem Abstand folgend. Wir waren eingekeilt. Irgendwann waren sie dann beide verschwunden.
Rechtzeitig zu Mittag erreichten wir das Kirchlein San Spirito. In der Wiese darunter aßen wir unsere Jause und legten das erste Mal auf dieser Rundwanderung die Beine hoch. Nach eineinhalb Stunden Pause lösten wir die Spannung der Hochschaubahn ein und stürzten uns durch die Dörfer zurück zu Tal. Die Ausblicke auf den Matajur waren beachtlich und ermöglichten uns über den Verlauf der Route des nächsten Tages zu grübeln. Der Eindruck der Dörfer war unerwartet und beeindruckend. Wer lebt hier eigentlich wovon? Wozu? Die Pause und das Bad am Natisone irgendwo nach Antro entsprechend der neuen Empfehlung waren genau so notwendig wie abkühlend wie erholsam.
In Pulfero war ein Zimmer im Al Vescovo für uns reserviert. Der Schock war doppelt groß, als wir den Gasthof um 18:00 Uhr verschlossen vorfanden, da Pulfero nicht den Eindruck vielfältiger Unterbringungsmöglichkeiten bot. Gasthof am Dienstag ab 16:00 und den ganzen Mittwoch lang geschlossen. Eine Umrundung des Gebäudes lies uns allerdings auf Einheimische stoßen und es war schnell geklärt, dass wir sehr wohl dort nächtigen konnten. Nachdem wir unser Zimmer erleichtert bezogen hatten, kam dann die Enttäuschung hoch. Wo werden wir essen? Uns war das Lokal von Gerhard ja so viel versprechend empfohlen worden. Und selbst wenn die Chefin für uns ein Abendmahl zusammenstellen würde, so müssten wir wohl auf die ganze Atmosphäre mit Kellner, verwöhnt werden und anderen Gästen verzichten und eine stille Messe bei Tisch feiern.
Zunächst nahmen wir einen Aperitif in der Bar neben den zwei Zapfsäulen, was im Übrigen sehr gemütlich war. Als wir zur vereinbarten Zeit zu unserem Abendessen ins Al Vescovo zurückkehrten, war der Gastraum warm und hell erleuchtet, mit der üblichen Gastronomiemusik die stille Messe vertrieben, und eine Kellnerin bemühte sich darum, uns das Mal gemütlich zu gestalten. Die Chefin kam persönlich, um uns die mögliche Auswahl zu unterbreiten und zu fragen, wie es denn schmeckte. Es gesellte sich auch ein Tisch mit vier Italienern zu diesem Ensemble, von denen sich am nächsten Tag herausstellte, dass sie auch Wanderer waren. :: top ::

Zweiter Tag
Die Etappe des zweiten Tages ist wunderschönst. Jeden dieser 1200 Höhenmeter haben wir genossen: den Wald, die Wiesen, die Wege, die Dörfer, die Menschen. Der Maultierpfad des zweiten Teiles im Aufstieg ist einer der schönsten Kulturpfade, die wir bisher kennen lernen durften. Verglichen mit dem Almweg am Anfang der Venzonassa Tour und den angelegten Wegen auf der Mogessa Tour, die wir beide, nachdem wir sie in der genannten Reihenfolge bewandert hatten, zum jeweils schönsten erklärten, ist dieser sicherlich der natürlichste.
Dieser Weg schmiegt sich derart in die Landschaft ein, als hätten sich bei der Entstehung und Formung des Matajur die Steine in wundersamer Weise selbst in ihre Lage gebracht, um später von den Menschen nur für ihre Zwecke entdeckt werden zu müssen.
Über dem Wald angekommen erreicht man eine schöne, wenn auch verkommende Almlandschaft, was traurig stimmte. Ferne Blicke waren wegen des dunstigen Horizontes nicht möglich. Den Blick auf die Adria mussten wir uns vorstellen. Die Blicke zurück auf unseren Weg und auf den kommenden waren aber so prächtig, um uns für die fehlende Fernsicht zu entschädigen.
Wir bezogen Quartier im Refugio Pelizzo und deponierten dort unser Gepäck. Nach einem wärmenden Tee verblieb noch genug Zeit den Gipfel zu ersteigen. Trotz fehlender Fernblicke waren die Weitblicke nach Kobarid und Nachbarschaft spannend. Der Aufenthalt im Refugio war einer Berghütte entsprechend sehr gut.
Bei dieser Gelegenheit erfuhren wir, das der Wanderführer unserer Route bereits ins Italienische übersetzt worden war: „Le ultime valli“. Eine Kopie des Titelblatts der Übersetzung war an prominenter Stelle im Gastraum angebracht. Nach dem Abendessen kamen wir mit einer Dame ins Gespräch, die sehr gut Deutsch sprach. Es stellt sich heraus, dass es die Übersetzerin Antoniella Spizzo des Wanderführers war. Es wurde eine sehr ausführliche und spannende Unterhaltung über die Region und des Stils des Buches. (Wie übersetzt man scharf links auf Italienisch?) :: top ::

Dritter Tag
Morgens erwachten wir unter dem wohligen Ton von Regentropfen auf das Dach. Das Wohlgefühl verging uns bald, da der Regen nicht aufhörte. Trotzdem wurde es eine der schönsten Regenwanderungen, die wir je gemacht hatten. Zunächst in den dichten Nebel der sich am Matajur aufstauenden Wolken gehüllt stiegen wir nach Montemaggiore ab. Die gescheiterte Existenz war wohl vom Nebel verhüllt, der alleine reichte, um den Ort den Flair eines fliegenden Holländers zu geben, in der die große Christusstatue wie eine Gallionsfigur wirkte.
Weiter ging es durch den Nebel und durch das nasse Gras bergab, bis wir einen Blick auf die Wolken von unten und endlich wieder Sicht auf die Orte vor und hinter uns bekamen. Der Regen unterbrach gelegentlich sein Fallen. Setze er wieder ein, war das Ausmaß gar nicht so schlimm. Dennoch freuten wir uns auf eine Mittagsrast außerhalb des Regens und mit Aussicht auf ein warmes Essen in der Trattoria in Vartaca. Leider wurden wir wie immer um diese Uhrzeit auf dieser Rundwanderung enttäuscht. Die Wirtsleute hatten beschlossen Ruhetag zu machen. Wieder Glück im Unglück waren sie gnädig genug uns die Sonnenzelte stehen zu lassen, unter denen wir dem wieder einsetzenden Regen in eine Jausenpause entfliehen konnten.
Der Höhepunkt dieses Tages war für uns wohl der 300 Meter Anstieg auf den Sattel vor Topolo. Der Regen setzte wieder ein und hörte nicht auf, bis wir knapp vor Topolo waren. Beständig trommelten die Tropfen auf die Blätter der Bäume, unter denen wir durch schritten. Die Tropfen trommelten auf unsere Hüte, die provisorisch unter unseren Kapuzen versteckt waren, auf die wiederum der Regen trommelte. Was von unserer Nase tropfte, konnte nicht einwandfrei geklärt werden. Was auf unsere Schuhe tropfte, war Regen. Alles war in Regen getaucht, auch die Gedanken, die Schritte, der Rhythmus des Gehens. Aus Anstrengung wurde Leichtigkeit. Die Leichtigkeit beflügelte.
Die Besichtigung von Topolo fand ohne Regenbegleitung statt. In diesen Ort ist wirklich viel sehr liebevoll investiert worden. Auf eine geöffnete, warme und trockene Ostaria oder Bar ist aber nach unserer Erfahrung vergessen worden. Trotzdem war und ist der Ort eine Besichtung wert. Der Regen holte uns erst später knapp vor unserem Ziel in Clodig wieder ein. Ging wohl nicht anders. Musste sein.
Die Aufnahme im Hause Rutter war mehr als herzlich, und wir nun doch froh endlich aus dem Regen raus zu sein und trockenes Gewand dabei zu haben. Selbst das zweite Paar Schuhe machte sich nun bezahlt, da unsere Goretex Schuhe doch nicht mehr so ganz hundertprozentig und so. In Clodig erkannten wir wiederum, dass die Reservierung der Unterkünfte zumindest um diese Jahreszeit Sinn machte. Die erste Empfehlung vor Ort, die Trattoria alla Posta, war überhaupt zwecks Urlaubs geschlossen. Wir fühlten uns an den ersten Tag erinnert, sahen uns zwar trocken untergebracht aber ohne Essen zu Bett gehen. Gott sei dank war die zweitbeste Adresse im Ort, , geöffnet. Unser Abendmahl war gesichert. Als wir allerdings an die Umsetzung gingen, fanden wir die Türe verschlossen und mit einem Zettel versehen vor, der uns mitteilte, dass die Leute des Hauses die Messe besuchten. Doch das Ende jeder Messe ist absehbar, der Aperitif im Hause Ruttar aufmunternd und daher alles gut ausgegangen. :: top ::

Vierter Tag
Der Morgen des nächsten Tages brachte keine Wetterbesserung, eher das Gegenteil. Vor und nach dem Frühstück öffneten sich Schleusen, zwar nur für einige Minuten. Aber wir begannen uns zu überlegen die Wanderung abzubrechen. Die Frau von Mario Rutter, die eigentlich Adriana Scuderin heißt, wie sie uns erklärte, war sehr besorgt und hilfsbereit. Sie erkundigte sich für uns, wann der nächste Bus nach Cividale fahren würde.
Die Zeit bis dahin verbrachten wir damit, uns von Frau Scuderin – Ruttar die umfangreiche Sammlung von Alltagsgegenständen und Werkzeugen aus alten Zeiten, die ihr Mann zusammengetragen hatte, zeigen und erklären zu lassen. Ihre Deutschkenntnisse waren ungefähr gleich gut wie unsere Italienischkenntnisse – also schlecht, wobei Veronika noch um einiges mehr versteht als ich. Und trotzdem wurde es unter Zuhilfenahme aller gestischen Ausdrucksmöglichkeiten und sprachlichen Rudimenten eine sehr unterhaltsame und verständliche Präsentation. Ein Wahnsinn, welche Vielfalt von Gerätschaften in welchem Variantenreichtum hier zusammengetragen und feinsäuberlich sortiert ausgestellt wurde. Die Masken- und Figurenflechtereien, die Herr Ruttar darüber hinaus für den Karnevaleinsatz produziert, sind für sich selbst eine Besichtigung wert. Gerne besäße ich die große Kuh, die als Kostüm von zwei Menschen bewältigt werden muss und deren Euter statt Milch Wein hergibt.
An dieser Stelle soll auch festgehalten werden, dass die Freundlichkeit, ja Herzlichkeit der Familie Ruttar inklusive Nonna und im Speziellen von Frau Scuderin keine Ausnahme sondern der Regelfall auf dieser Wanderung war. Beim Aufstieg auf den Matajur hat uns jeder und jede, die wir getroffen haben, in ein Gespräch zu verwickeln versucht. Die Erklärung, dass wir kein Italienische verstünden mündete in der Versicherung, dass Veronikas Italienische ja wunderbar sei und endete in einem Palaver mit Händen und Füssen über woher und wohin unseres Weges, das jetzige und kommende Wetter und die Schönheit der Landschaft. Der eine Mann, der seinen dicken, nackten Bauch vor der Haustüre lüftete, war sogar vier Jahre in Deutschland, erklärte er, um gleich darauf wieder zu vergessen, dass er etwas Deutsch sprechen kann. Wir verstanden trotzdem, dass er sich irgendwann eine Hütte oder Haus dort oben am Hang des Matajur gebaut hatte, und dass er es hier sehr schön fand. Am dritten Tag, beim Abstieg vom Matajur im Regen lernten wir Anita von Barza kennen. Wir trafen sie vor ihrem Haus und sie grüßte uns freundlich mit der Hand vor dem Kopf auf Stirnhöhe wachelnd und „malata, malata“ rufend. Dann zog sie uns zu sich in ihre Küche und bestand darauf, uns einen Kaffee zu machen. Ihr Mann Luigi kam und heizte den Küchenherd ein. Das bekannte Gespräch über woher und wohin entspann sich mit bereits erprobtem Vokabular. Ich lernte das italienische Wort für Forstweg kennen, das überraschender Weise strada di bosco lautet. Luigi wusste offenbar, wie man zu Fuß von Stermizza nach Dus kommt. Dann ließen wir wohl versehentlich den Ortsnamen Marsia fallen und unsere Gastgeber begannen uns davor zu warnen, den Weg in diesen Ort oberhalb von Dus einzuschlagen. Ob sie das deswegen taten, weil es einfach nicht am Weg liegt, oder sie uns vor irgendwelchen Gefahren dort warnen wollten, konnten wir nicht erdeuten. Auf jeden Fall begannen sie eindringlich auf uns einzureden – Anita auf Veronika und Luigi auf mich. Gleichzeitig und immer lauter versuchten sie uns klar zu machen, dass Marsia ein no-go-area für uns war. Wir mussten hoch und heilig versprechen Marsia links liegen zu lassen. Der zusätzliche Nutzen an dieser Kaffeepause war, dass gleichzeitig einer der stärksten Regengüsse des ersten unserer drei Regentage vom Himmel fiel. Wir versäumten ihn geschützt in Anitas und Luigis Küche.
Nach der Ausstellungsbesichtigung bei den Ruttars hatte der Regen nicht wesentlich nachgelassen. Doch wir entschieden uns trotzdem die Wanderung fortzusetzen, trotz der entsetzten Augen von Frau Scuderin. Wir konnten uns einfach nicht klar darüber werden, was wir sonst hätten tun sollen. Wir waren zum Wandern hier.
Die folgende Regenwanderung hob aber nicht so richtig ab. Vielleicht lag es daran, dass wir wieder auf und hinein in den Nebel stiegen, vielleicht daran, dass unsere Sachen noch immer feucht vom Vortag waren, oder wir diesmal die stärksten Regengüsse nicht verpassten, oder einfach nur daran, dass ein bereits im Regen verbrachter Tag doch sehr viel Energie gefordert hatte. Wir ließen Cras rechts und das Kirchlein Santa Maria plus Friedhofsbesichtigung hinter uns liegen. Selbstverständlich ersparten wir uns den ausgesetzten Weg im bewaldeten Steilhang, der bei Nässe mit einer Warnung belegt ist. Daher verbrachten wir doch mehr Zeit auf der asphaltierten Hauptstrasse als vorgesehen, im Nebel immer auf der Hut vor einem daherbrausenden Auto. Es kam nur eines, das vom Briefträger. Zweimal trafen wir ihn mit Auto, und er versuchte Kontakt mit uns aufzunehmen. Beim dritten Mal liefen wir ihm zu Fuß in Trinco über den Weg. Nun schaffte er es endlich uns in ein Gespräch zu verwickeln. Wieder ging es um das woher und wohin. Wir erfuhren, dass ihm schon öfters so Gruppen von 20 bis 30 Leuten aufgefallen waren, die hier durch gekommen waren und eine ähnliche Route genommen hatten. Darüber hinaus berichtete er von den wunderbaren Ausblicken bei schönem Wetter in dieser Gegend. Die Auskunft hatten wir gebraucht.
In Clabuzzaro hofften wir vergebens auf eine wärmende Mahlzeit in der Osteria al Colovrat. Die Saison war gerade beendet worden. Wie immer mit Glück im Unglück gesegnet waren die Wirtsfrauen aber anwesend, hatten einen Holzofen eingeheizt, um ihre eigene Wäsche zu trocknen, und kochten uns eineinhalb Liter Tee. Wir durften uns trocknen, innen und außen aufwärmen und über eine Stunde rasten. Dass wir für diese Bewirtung nur €2,40 zahlen durften, war kein Glück sondern uns eher peinlich.
Auf dem folgenden Abschnitt der Wanderung, einer ewigen Nebelsuppe durchsetzt von Regengüssen auf Schotterstrasse, war interessanter Weise das Erfrischendste die Durchschreitung der Furt eines Zuflusses der Idrija, der leichtes Hochwasser führte. Zum einen kam ein wenig Aufregung in die Ereignisse. Werden wir die Querung schaffen? Zum anderen wärmte und erfrischte die barfuss Durchquerung des Baches unsere Füße. Eine ganze Weile danach schienen sie Energie in den ganzen Körper auszustrahlen. Wie von alleine ging es weiter, bis zum nächsten, heftigsten Regenguss. Dann wollten wir nur noch ankommen.
Auf Grund des späten Aufbruchs erreichten wir Tribil di sopra, den theoretischen Endpunkt der Route, relativ spät. Die Dämmerung zusammen mit dem Regen ließen den Ort und die Landschaft novemberlich erscheinen. Und wir hatten noch gut einen Kilometer vor uns. Denn unsere Unterkunft und Versorgung war in Dughe in der Agricultura Dugaro reserviert. Zurück aus dem Tal der Idrija am Kammweg merkten wir, dass sich der Wind verstärkt hatte. Wir suchten unseren Weg zur Unterkunft. Ein einsames Schild wies diesen sogar. Hoffnung keimte auf. Dass sich die gesuchte Agricultura dann genau am anderen Ende des Dorfes befand, von wo aus wir es betreten hatten, strapazierte die Nerven ein letztes Mal.
Endlich. Licht. Menschen sind anwesend. Keine überraschenden Überraschungen. Wir öffnen die Türe. Die Säulen bestückte Halle, die wir betraten, an deren anderem Ende irgendwo eine Bar mit Menschen sein musste, glich eher dem Kuhstall eines Großbauern, aus dem man schnell die Viecher entfernt, alles geputzt und dann den Rest ausgekachelt hatte. Egal. Endlich raus aus dem Regen. Endlich Hoffnung auf trockenes Gewand.
Die Chefin begrüßte mich fragend mit meinem Namen und brachte uns nass – triefend, wie wir waren, auf unser Zimmer. Und da war es – das Himmelreich. Zimmer darf man dieses Ereignis einer Unterkunft überhaupt nicht nennen. Zwei Stockwerke hoch bis unter den Dachgiebel, freie Holzdecke, Balkon mit Fenster und Türe und Blick auf den Hügelzug gegenüber, Tisch, Sofa, Vorraum und geräumiges Bad, trockene Handtücher für jeden, zwei pro Person, und das Beste: eine Heizung, die wir einschalten, benutzen und selbst regulieren durften.
Zunächst erschien uns die Chefin entgegen unserer bisherigen Erfahrungen mit den Menschen dieser Region herb, vielleicht doch etwas unfreundlich. Als wir zur bestellten Zeit zum Essen erschienen, geschah etwas, das mir auf meinen bisherigen Italien Reisen noch nie passiert war. Ich verstand kein, aber überhaupt kein Wort von dem, was die Chefin uns zum Essen anbieten wollte. Nicht einmal das Wort aqua schien vorzukommen. Selbst Veronika erging es genau so, und das will mehr heißen, weil ihr Italienisches Essensvokabular deutlich besser ist als meines. Allerdings war ich darüber auch beruhigt. Veronika machte unsere Gastgeberin selbstbewusst und langsam klar, dass wir nicht ganz verstanden hätten, was wir uns da aussuchen könnten. Nach einer kurzen Pause der Irritation setzte die Chefin genau dort und genau so fort, wo sie vor Veronika’s Unterbrechung aufgehört hatte. Wir kamen aber dennoch zu einem sehr guten Abendessen, einem ausgezeichneten sogar. :: top ::

Fünfter Tag
Der nächste Tag brachte zunächst weniger Regen aber deutlich mehr Wind und daher unseren Entschluss, die Etappe ausfallen zu lassen. Die Tourenbezeichnung „Den Kamm entlang“ gepaart mit weniger Regen und mehr Wind klang nicht viel versprechend. Aber was tun? Die Verständigung mit unserer Gastgeberin hatte sich insofern gebessert, als wir erfuhren, dass der einzige Bus des Tages vor gut einer Stunde gefahren war. Ein Taxi schien die letzte Hoffnung. Wir baten unsere Unterkunftsgeberin und Wärmerin uns ein solches telefonisch zu besorgen, bzw. zumindest die Konditionen ausfindig zu machen. Nun war es schlussendlich doch soweit, dass wir ihr freundliches, hilfsbereites Wesen, das dieser Region innewohnen zu sein scheint, erkennen konnten. Dafür brach nun aus uns der unfreundliche Wiener hervor.
Warum auch immer, genau weiß ich es nimmer, wir verheimlichten ihr die Telefonnummer des Taxiunternehmens, das im Wanderführer angeführt war. Vermutlich wollten wir sie als Einheimische nicht in Verlegenheit bringen. Nachdem wir sie allerdings eine Zeit lang dabei beobachten mussten erfolglos irgendwelche Telefonnummern aus dem Telefonbuch zu suchen und anzurufen, beschlossen wir doch unser Geheimnis preiszugeben. Der Erfolg war unmittelbar. Eineinhalb Stunden später war das Taxi da, und brachte uns um € 35 zum nächsten Etappenziel, nach Castelmonte. Und übrigens, ums selbe Geld hätte uns der Taxifahrer auch nach Cividale gebracht.
Am Zielort brauchte Veronika zunächst eine Verschnaufpause, die andere zur Füllung von etwa zwei Plastiksackerln benötigen. Die Strecke von Dughe nach Castelmonte ist doch etwas kurvenreich und der Taxifahrer doch einen eher stereotypen italienischen Stil gefahren.
Der Wirt unserer Unterkunft in Castelmonte machte zunächst auch eher den Eindruck jenes Wirtes aus der Zeit rund um Christi Geburt, der die zukünftige Mutter Gottes plus angehenden Pflegevaters von seinem Haus wies. Das änderte sich allerdings rasch. Wir waren bei unserer Reservierung aufgefordert worden bis spätestens 19:00 Uhr vor Ort zu erscheinen. Sonst könne uns keine Unterkunft garantiert werden. Nun standen wir schon um12:00 vor diesem Prototypen von einem Wirten. Und hinter uns kann gerade eine ganze Busladung von Pilgern daher, die gerade ihren Besuch bei der Heiligen Maria von Castelmonte absolviert hatten und nun auf Essen eingestellt waren. Dennoch lies der Wirt alles stehen und liegen, um uns sofort auf unser Zimmer zu bringen (Es gab schon noch andere Mitarbeiter, die sich um die verbleibenden Gäste kümmerten). Das klingt nun vielleicht einfacher als es eigentlich war. Die Unterbringung befand sich direkt im Kastell, im Casa del Pellegrino. Das einzige zweite Restaurante des Ortes, al Piazzale, befindet sich allerdings am Fuße des Kastells, neben dem Parkplatz für alle motorisierten Pilger, und auch im Besitz des selben Wirtes. Von dort mussten wir erst ins Kastell zum Casa del Pellegrion aufsteigen mit dem Wirt, der einen Bauch hatte wie einer unserer Rucksäcke groß. Dennoch schien er die Strecke besser zu meistern als wir.
Der eine Teil des Tages bestand darin, das Leben in einem der ältesten Marienwahlfahrtsorten Italiens mitzuerleben. Zu Mittag durften wir die preußische Abwicklung der Ausspeisung von über 100 italienischen Pilgern und uns selbst miterleben. Und dabei gab es eine Wahl bei den Primi und Secondi. Gemischten Salat oder andere Extras konnte man sich dazu bestellen. Am Abend wurden die sieben Übernachtungsgäste des Casa del Pellegrino im selben Speisraum mit deutlich gesteigerter Aufmerksamkeit gut versorgt. Von Slow Food war aber auch dann keine Rede.
Den anderen Teil des Tages verbrachten wir mit dem Versuch, die aufgegebene Etappe doch irgendwie zu erahnen, zu erfühlen. Wir marschierten, in unser Wetterzeug gehüllt, Richtung San Nicolo. Auf halbem Wege peitschten uns Regen und Wind wieder zurück auf die Strasse, selbst Autofahrer schienen dieses Wetter zu meiden, und weiter zurück nach Castelmonte. :: top ::

Sechster Tag
Der letzte Tag brachte wieder Sonne. Nur die Gamaschen behielten wir zur Vorsicht an. Es war nun Sonntag, und stündlich wurde eine Messe eingeläutet. Irgendwie schafften wir doch eine Besichtigung zumindest der Krypta der Kirche mit ihren Devotionalienbildern und Relikten überlebter Unfälle, eine faszinierende Sammlung. Manche davon naiv wie Schulkindzeichnungen, andere handwerklich professionell wie das in Holz geschnitzte Relief eines Autounfalls.
Die Wanderung selbst brachte Gott sei Dank nichts mehr Aufregendes. Selbst die Gamaschen konnten wir bald ablegen. Mit steigender Sonne wurde es trockener und wärmer. Nur die versäumten Ausblicke und Fernblicke kamen nicht zurück. Ein paar Rückblicke gewährte ein Sattel, wo wir allerdings nicht viel erkannten. Was man nie gesehen hat, kann man auch nicht erkennen.
Vor dem allerletzten Abstieg bot sich - entgegen der Beschreibung - noch die Möglichkeit einen mit Antennen bestückten Hügelgipfel zu ersteigen, den blablabla. Oben angekommen wurde auch schnell klar, warum diese letzte Möglichkeit an Vor- und Rückschauten ausgespart geblieben war. Der Blick nach Norden und Westen, wo man die letzten fünf Tage verbracht hatte, war durch Wald verstellt. Die Blicke nach Süden war zwar prächtig, aber die glücklichen Wanderer hatten während der vorangegangenen Tage sicherlich besseres gesehen und es daher nicht mehr nötig, diesen lächerlichen Hügel mit seiner sonnigen, nach Osten ausgerichteten und nach Sommer riechenden Wiese zu besteigen. Die Glücklosen aber freuten sich wie kleine Kinder das Meer zu sehen.
Die äußerst unspektakuläre Ruine des Kastells ließen wir auch nicht aus und erreichten den Ort am Fuße des Hügels – blablabla - an seiner Westseite. Dass das bereits die richtige Seite, auf der man laut Beschreibung den Ort wieder verlässt, erkannt wir erst, nachdem wir die Kirche passiert hatten. Aber wir hatten Zeit, nichts gröberes mehr vor.
Eine letzte Rast am Natisone wie empfohlen als Abstecher vor der Querung der kleinen Brücke brachte nicht nur positive Eindrücke. Warum kann man sich einen so schönen Platz vor der eigenen Haustüre nur so verdrecken? Wir errichteten ein kleines Mahnmal aus Relikten nächtlicher Aktivitäten vor Ort, wurden dabei aber von zwei jungen Männern gestört, die mit ihrem Auto bis zu diesem Rastplatz fahren mussten. Nun wussten wir, die Welt hat uns wieder. :: top ::

Sehr geehrter Herr Pilgram, sehr geehrtes Autorenteam,
zunächst möchte ich Ihnen für das Buch »Die letzten Täler« ganz herzlich danken, denn es hat uns zu einem sehr interessanten und ungewöhnlichen Urlaub verholfen. Ohne Ihr Buch wären wir nie auf die Idee gekommen, 14 Tage Urlaub im Friaul zu verbringen, eine Gegend, die bei uns hier (im Osten Deutschlands) kaum bekannt ist. Im Nachgang habe ich alle vertiefenden Artikel gelesen, was zum Verständnis der Geschichte, Gegenwart und Kultur des Friaul viel geholfen hat,vor allem, weil ich nun auch eine räumliche und optische Vorstellung der Gegend hatte. Wir haben natürlich nicht alle im Buch vorgeschlagenen Wanderungen machen können, vor allem nicht in den Valli di Natisone. Aber dank des Buches haben wir Orte besucht, die man als »normaler« Tourist wohl kaum finden würde und wo wir die interessantesten Begegnungen der Reise hatten. So wurden wir zwei einsamen Wanderer zweimal noch vor 12 Uhr in den entlegensten Dörfern (Costalunga und Riolade mezzo)von Einheimischen zu einem Glas Wein eingeladen, und dank meiner bescheidenen Italienischkenntnisse konnten wir uns auch ein wenig mit den gastfreundlichen Menschen des Friaul unterhalten (so erfuhren wir z.B. dass der einzige Bewohner von Riolade mezzo einmal pro Woche sein wieder angerichtes Haus besucht, Rasen mäht, im Winter Schnee räumt, Holz zum Heizen macht usw. und dank Solarstrom sogar Fernsehen kann).
Noch ein paar persönliche Erfahrungen:

1. Wir haben die im Internet veröffentlichte Wanderung Nr. 3 von Pradis nach Riolade unternommen (s.o.). Den letzten Abschnitt des Rückweges können wir nicht empfehlen. Wir fanden zwar die beschriebene Abkürzung durch den Wald problemlos, der Weg verlor sich aber bald im dichten Gestrüpp des Waldes und ziemlich zerkratzt entschieden wir uns dann für die Straße.

2. Auf Seite 407 empfehlen Sie im Isonzo-Delta als Einkehr bzw. Übernachtung das dortige Besucherzentrum. Wir können das nicht empfehlen, es ist seit 2007 geschlossen, weil der Besitzer verstorben ist und es vermittelt einen trostlosen Eindruck. Teilweise sind auch die Holzstege durch das Schilf recht verwahrlost und nicht mehr überall begehbar.

3. Eine Anmerkung zu Ihrem Buch »Das Weite suchen«: In Moggessa di là trafen wir einen älteren Herrn aus Österreich, der ebenfalls nach dem Buch »Die letzten Täler« wanderte. Wir kamen ins Gespräch, u. a. auch auf das Buch »Das Weite suchen« und speziell auf die Korada in Slowenien.Er erzählte uns, dass auch er an der Kirche Sveta Genderca (Seite 169) war und dort von einem Einheimischen erfuhr dass sie der Heiligen Gertrud gewidmet sei. Ob das stimmt, vermag ich allerdings nicht zu sagen.

4. Wir wohnten eine Woche auf einem Weingut in Prestento nahe Cividale (Te Cort da Rino - sehr empfehlenswert z. B. für einige Ausflüge in die Valli di Natisone). Dort bekam ich von der Chefin ein Wanderbuch (in Italienisch), mit dessen Hilfe wir eine sehr schöne Wanderung von Drenchia auf den Bergrücken des Kolovrat machten. Der Weg verläuft zum großen Teil auf der italienisch-slowenischen Grenze über wunderschön blühende Bergwiesen mit einem gemähten Streifen als Weg. Dieser Weg heißt »sentiero de la pace« und widmet sich ausführlich den Geschehnissen des Ersten Weltkrieges (29 Monate Stellungskrieg zwischen Italien und Deutschland-Österreich). Es sind viele Informationstafeln aufgestellt und man kann in einem Freilichtmuseum u.a. Schützengräben besichtigen. Auch wer sich nicht für Geschichte interessiert, kommt bei dieser Wanderung auf seine Kosten - es war eine der schönsten, die wir unternommen haben. Auf der Tabacco-Wanderkarte ist der Rundweg leicht zu finden. Ich könnte mir gut vorstellen, diese Wanderung als Ergänzung im Internet aufzunehmen.

5. Wir besichtigten die Höhlenkirche San Giovanni d´Antro (Seite 234 ff.) Sie ist Samstag und Sonntag stundenweise geöffnet. Aber außerhalb der Zeiten bekommt man offenbar den Schlüssel nicht mehr ausgehändigt. Wir mussten einen Termin mit der Führerin vereinbaren (das Personal des Albergo Gastaldia d´Antro war uns dabei behilflich), die dann kam, mit uns zur Höhle ging, uns auf Italienisch die Kirche erklärte und wartete, bis wir die Höhle besichtigt hatten.

Noch eine Bemerkung zum Schluss. Als ich mich auf den Urlaub vorbereitet und die möglichen Wanderungen zusammengestellt habe, musste ich bei der Lektüre Ihres Buches mehrfach herzhaft lachen (so dass mich mein Mann verwundert ansah). Dass es Wanderungen gibt, deren größte Anforderung ein robustes Gemüt ist, war mir neu! Auch die Beschreibung von Montemaggiore hat mich begeistert (auch wenn ich den Beton-Jesus eher skurril als trübsinnig empfand).
Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Ideen, interessante Wandervorschläge abseits ausgetretener Pfade und die Entdeckung entlegener Orte und sind gespannt auf das nächste Buch. Vielleicht gibt es dann wieder einen Urlaub »Auf den Pfaden von Herrn Pilgram und seinem Team«!
Herzliche Grüße Annegret Kramer
[05. 07. 2010] :: top ::

»Die letzten Täler« ist ein ausgezeichnetes Buch – zwischen Kauf und »dort sein« hat es nur eine Woche gedauert! Die exakten Beschreibungen ermöglichen es ohne Karte zu gehen, der Blick ins Land, Leute und Geschichte und … deshalb ist es unmöglich da noch was zu verbessern. Folgende »Marginalitäten« sind aufgefallen:
* Seite 115 ( VI – Versunkene Welt): Campiolio di Sopra: »Man durchschreitet die Häusergruppe und wendet sich auf einer Querstraße nach rechts«. Richtiger sollte es heißen: »… und biegt in den rechts abzweigenden Weg ein«. [Anmerkung des Autors: Um jedes Missverständnis auszuschließen, sollte es eigentlich heißen: »Man steigt durch die Häusergruppe zu Straße an und wendet sich auf dieser nach rechts«.]
* Seite 123 (VII – Vier Sätze): Anstiege: 750 m – very britisch, sind wohl eher 1000 m
* Seite 124 (VII – Vier Sätze): »... Nach gut 30 Min. überquert man einen Seitenarm des Baches.« Man(n) lernt es erst nach ein, zwei Wanderungen was »überqueren« bedeutet. Wenn keine Brücke im Text erwähnt wird gibt es auch keine ... und für verwöhnte Wanderer ist das mal was Neues.
Wir freuen uns schon auf die nächsten Touren.
Georg Jussel, Leonding [31. 10. 2009] :: top ::

Werter Herr Pilgram,
am 19. Oktober machte ich mich auf den Weg [zur Rundwanderung in den Natisonetälern, Anm.] – mit dem ÖBB-Bus nach Udine, Lokalbahn nach Cividale und ab ins Gelände. Lediglich auf der Kuppe (Haus mit vermauerten Fenstern) bin ich im Kreis gelaufen, obwohl die Wegbeschreibungen wirklich hervorragend sind.
Nach der Nächtigung in Pulfero folgte der Anstieg zum Matajur mit dem Refugio Pelizzo und am Mittwoch die Fortsetzung bis nach Clodig. Dort hatte ich das Vergnügen bei Maria Ruttar nächtigen zu dürfen. Im Museum lernte ich bei einer Führung Frau Gabriella Floreancig kennen; sie ist in Friaul im Tourismusbereich tätig und wäre, nachdem sie das Buch »Die letzten Täler« sah, sehr an einem Kontakt mit ihnen interessiert. Ich habe daher die UNIKUM-Seite an sie weitergeleitet – Frau Floreancig wird sie kontaktieren.
Die Wanderung musste ich leider wegen einer Schlechtwetterfront abbrechen, möchte sie jedoch gerne wieder fortsetzen.
Nochmals danke für das hervorragende Buch!
Werner Kremsl
[3. November 2009]
PS: die große Anzahl an Hunden in den Dörfern wäre vielleicht noch eine Erwähnung wert. :: top ::


Wegbeschreibung Seite 15: Wir suchten deN Km-Stein Nr.8 – leider konnten wir in nicht finden. Richtig wäre der Km-Stein Nr.6. Als begeistete Wanderer – DAS WEITE SUCHEN und SLOWENIEN ENTGEGEN – konnten wir den ersten groben Feher entdecken, alle sandere war ok.
Beste Grüße von
Hans Lauritsch und Lorenz Lassnig
[im Mai 2010] :: top ::


Hab gerade auf euer Hompage gelesen, dass einige mails im Vorjahr nicht angekommen sind, hier mein zweiter Versuch. Das Buch ist uns weiterhin eine wertvolle Schatzkiste, wir werden in zwei Wochen nochmal in Friaul sein und auf euren Spuren Wandern, freuen uns schon drauf.
Liebe Grüße
Petra + Robert Meraner

[18. 8. 2009]

Liebe AutorInnen!
Herzlichen Glückwunsch zu eurem aktuellen Wander- und Einkehrbuch »Die letzten Täler« in Friaul, bereits wärend der Lektüre sowie nach unserem Praxistest sind wir restlos begeistert und empfehlen es gerade im Freundeskreis weiter.
Sind im Juni dieses Jahres durch die Ö1Sendung auf Ihr Buch aufmerksam geworden, waren beim Lesen bereits beeindruckt von den Wegbeschreibungen und bekamen große Lust auf die eine oder andere Wanderung. Vergangene Woche war es soweit, wir haben im Albergho Diffuso am Monte Prat Quartier bezogen und uns drei der beschriebenen Wanderungen vorgenommen. Die erste führte uns zu den letzten Dörfern bei Prossenico, wir waren sehr fasziniert von der einzigartigen Landschaft, den beeindruckenden Kulturwegen mit den Steinmauern und den verfallenen Steinhäusern, grandios auch die Durchquerung der Namlenschlucht und die zahlreichen Bachüberquerungen. Gestärkt haben wir uns in Montemaggiore mit Frico und Polenta (lokale Spezialität) beim sehr sympathischen Wirt Cesare Augusto in der von euch empfohlenen Trattoria Montecarlo. Bewundernswert war die exakte und detailierte Wegbeschreibung dank der wir problemlos auf Kurs geblieben sind. Unglaublich beeindruckend waren auch die drei verlassenen Dörfern abseits der Zivilisation bei Moggio Udinese (Versunkene Welt), Gratulation zur eindeutigen und zuverlässigen
Wegbeschreibung. Unser drittes Ziel galt der Rundwanderung am Monte Prat, einzig hier hatten wir stellenweise Probleme den Weg zu finden (nach der Gabelung Val Tochel und beim Abstieg vor San Rocco, dort wird derzeit die Straße saniert). Ansonsten auch dies eine herrliche Wanderung in schönster Naturlandschaft, begleitet von faszinierenden Gänsegeiern (griffone).
Zusammenfassend waren wir vollauf begeistert von den Beschreibungen die sich exakt mit unseren Erfahrungen und Eindrücken auf den Wanderungen deckten. Folglich ist das Buch auch für eine Wanderung im Kopf eine echte Bereicherung und absolut empfehlenswert. Erstaunt hat uns weiters, dass wir abgesehen von den passierten Dörfern auf den Wanderwegen immer alleine unterwegs waren und buchstäblich keiner Menschenseele begegnet sind.
Die Übersichtskarte zu den Startpunkten der Wanderungen hat auch uns gefehlt (haben sie jetzt nachträglich ausgedruckt). Hilfreich wäre noch eine ungefähre Angabe der Anfahrtszeit ev. ab Autobahn zu den Ausgangspunkten der Wanderungen, da diese – beispielsweise bei Prossenico – doch einige Zeit in Anspruch nehmen und selbst nicht gut eingeschätzt werden können. Anbei schicken wir euch einige unserer Fotos und sagen nochmals Danke für die akribische Recherche, die Passion und das Herzblut,
welches in diesem Werk steckt.

Schöne Grüße
Petra + Robert Meraner

[Salzburg, 13. 9. 2008] :: top ::


Ich muss Euch jetzt endlich aus voller Überzeugung zu eurem neuen (Friaul-) Buch gratulieren. Ich hatte es schon gelesen gehabt und habe heute noch einmal einein bisschen darin geblättert. Ich bin begeistert von der Genauigkeit Eurer Recherchen und von der sympathischen Art, in der es geschrieben ist.
Ich war ja nie ein Wanderer und jetzt könnte ich es vermutlich schon gar nicht mehr werden, aber ich kenne einige der Gegenden in Friaul über die Ihr schreibt, zumindest annähernd aus der Nähe. (Ich kann übrigens auch nicht Auto fahren, hatte aber immer wieder das Glück in meinem Leben, Freundinnen zu haben, die mich herumfuhren).
Franz Moro, Klagenfurt
[22. 6. 2009]

Sehr geehrter Herr Pilgram!
Wir haben uns am 21. 5. 2009 beim Rifugio Pelizzo getroffen und Sie haben uns Ihr Buch »Die letzten Täler« geschenkt sowie viele wertvolle Tipps gegeben. Noch einmal ganz herzlichen Dank dafür, sowohl Ihr Buch als auch die Tipps waren für uns sehr hilfreich.
Leider haben wir unseren Weg nicht gleich auf Ihren Vorschlag im Buch geändert. Die Etappe [der Via Alpina, Anm.] vom Rifugio Pelizzo zum Rifugio Solarie am folgenden Tag erwies sich nämlich als sehr anstrengend, noch dazu mit einer unerfreulichen Erfahrung am Ende. Kräfteraubend war nicht nur der – im Buch ohnehin treffend beschriebene – Anstieg vor Topolo, sondern auch der weitere Weg von Topolo nach Lase am markierten Weg 746 mit seinen zwar gar nicht so langen, aber unglaublich steilen Anstiegen (oder ist uns das nur so vorgekommen). Von Lase weg haben wir die Straße gewählt, was wegen der immer größer werdenden Hitze auch kein Honiglecken war. Die böse Überraschung gabs am Refugio Solarie, wo man uns nach einiger Zeit erklärte, dass der Hund nicht mit ins Zimmer dürfe. Immerhin hat man uns ein Quartier in Drenchia vermittelt, das sehr zu empfehlen ist und sich Aufnahme in Ihr Buch verdienen würde.
Es handelt sich um das «Casa Vacanze Mariza« mit der Anschrift 33040 Drenchia, Frazione Drenchia Inferiore 8, Tel und Fax I-0039 0432 721001, www.casavacanzemariza.com. Es wird von Mariza Cicigoi-Meyer, die vor 50 Jahren von Drenchia nach Bayern zu ihrem Gatten gezogen ist, und ihrem Gatten geführt. Die beiden sprechen natürlich Deutsch, aber auch Italienisch und Slowenisch, laut der Visitenkarte auch Englisch. Sie verfügen über ein frisch renoviertes Ferienhaus im Ort, das wir zwar nur von aussen gesehen haben, aber einen sehr komfortablen und neuen Eindruck macht (Preis?, keine Aufnahme von Hunden in der Ferienwohnung). Wir haben in einem einfachen Zweitbettzimmer geschlafen und wurden herzlich und liebevoll betreut (55 EUR mit Frühstück extra für uns schon um 6.00 Uhr). Wegen der Hitze und des Umstands, dass Richtung Castelmonte wiederholt angeschrieben war, dass Tollwut herrscht, habe wir uns für den Weg nach Castelmonte für die Straße entschieden (nachdem wir von Drenchia bis zur Abzweigung nach Lombai den Bus nahmen). Das hat sich bewährt, weil sie zum überwiegenden Teil (jedenfalls am Vormittag) im Schatten lag, nur von ganz wenigen Autos und einigen Radfahrern befahren wird, auch wunderschöne Ausblicke (immer besser in die Julischen) bot und
so ein Eintreffen in Castelmonte um Mittag ermöglichte; das war nach der vorigen Etappe, auch für unseren Hund, wegen der Hitze sehr sinnvoll. In der Nähe sind wir auf ein interessantes Quatier gestoßen: Es nennt sich »Agriturisma Planina«, 33040 Castelmonte, via Plagnava 1, Tel und Fax 0432 703078, Handy 330 240442 und 338 136735, und liegt südlich von Castelmonte etwa 1,5 km entfernt (in der Tabacco Karte 041 dürfte es eingezeichnet sein, und zwar gleich südöstlich vom Berg »PLANJAVA« mit 864m, als Hais mit 612m). Die Zufahrt begint etwa 250-300m nach Castelmonte (Richtung Cividale links) als Schotter-(Forst-)Straße und ist dort sehr gut angeschrieben. Es ist nur 1 Haus vorhanden und daneben 1 Hütte, die als »Ferienwohnung« dient; sie ist zwar klein und einfach, aber mit allem Nötigen ausgestattet, wie vor allem Dusche (aber auch SAT-Fernsehen). Beim Haus befindet sich ein Speiselokal, in dem der Wirt, ein grimmiger und wortkarger, aber nicht unfreundlicher, sogar ein wenig deutsch sprechender Mann, ganz vorzüglich kocht (wunderschöne Terrasse im Schatten von Bäumen mit Blick Richtung Albana, Prepotto und die Goriska Brda). Da es noch heisser wurde, entschlossen wir uns, die Etappe durch die Goriska Brda bleiben zu lassen und – nach Vorschlag Ihres Buchs – nach Cividale zu gehen, wo wir uns – wieder dem Ratschlag im Buch folgend – am Natisone erfrischten und auch den ganzen nächsten Tag mit erfrischendem Baden zuverbrachten. Damit war der Entschluss verbunden, das Vorhaben, bis zum Mittelmeer zu Fuß zu gelangen, aufzugeben, was sich angesichts des Wetterumschwungs am Mittwoch, den 27.5.2009, ohnehin in der uns möglichen Zeit nicht zur Gänze
verwiklichen hätte lassen.
Zum Abschluss möchten uns nicht nur noch einmal für Ihre Hilfe bedanken, sondern auch zu Ihren tollen Büchern gratulieren und viel Erfolg damit wünschen. Die Beschreibungen sind sehr treffend, lassen eine gute Orientierung zu und entsprechen hinsichtlich Zeitbedarf und Charakter der Wirklichkeit. So steht eine Unterlage zur Verfügung, auf die man sich nicht nur wirklich und getrost verlassen kann, sondern
die auch viel interessante weitergehende Information bietet. Wir werden daher in Zukunft weiter Ihren Spuren folgen.

Liebe Grüße aus der Steiermark,
Regina und Michael Roch mit Fanni
[Juni 2009] :: top ::

Wir waren unlängst
in Teilen auf den Spuren Ihres Buches unterwegs und ich wollte Ihnen / der Homepage einige Rückmeldungen dazu geben, bevor die Erinnerungen verblassen.
Vorweg: wir hatten das Buch vorher aus der Bibliothek ausgeliehen, aber nicht mitgenommen, haben es aber mit großer Begeisterung beim Wirt in Prossenicco entdeckt und gelesen (und nachgelesen) und wir waren mit dem Fahrrad unterwegs (ja, es geht auch ohne Auto!!)
Die kritische Leseranmerkung zur fehlenden Karte kann ich nur unterstützen, das wurde aber ja schon korrigiert (es ist vor allem im Vorfeld mühsam, wenn man die Gegend noch nicht kennt).
Am Buch begeistern mich v.a. die Hintergrund-Kapitel und die Tour-Ideen bzw. die Landschaftsbeschreibungen, die konkreten Wegbeschreibungen sind jetzt nicht meins, man findet die Wege eh (aber gut, ich bin auch ein Feind der Navigationsgeräte).

Konkret:

1.) Der Wirt in Prossenicco ist wirklich ein großartiger Mensch und dank ihm / seiner Kneipe sowie den Geschwistern Alba / Alan / Alessandra der Ort uns in schönster Erinnerung geblieben:
Letztere haben in der ehemaligen Schule jetzt eine einfache Unterkunft eingerichtet (sollten 4 Zimmer à 2-3 Betten sein), die wir einweihen durften, und haben am 12.7. zu Ehren des Ortsheiligen San Ermengildo ein Essen auf Holzbänken vor der Schule organisiert (nach dem Gottesdienst selbstverständlich ...) – war großartig;
von 10.–14.8. sind »Kulturtage« in Prossenicco, was sicher auch wieder ein großer Spaß wird ...sehr liebenswerter Ort!
die Wanderung durch die Namlen-Schlucht war wunderschön, man könnte noch auf den markanten Höhenunterschied zwischen den zwei Tälern hinweisen (für uns, von Prossenicco kommend, war's ein Schweiss treibender Aufstieg) – mit Rückkehr über die alte Straße oben rum dauert die Wanderung längstenfalls 4h (+1h in der Osteria in Platischis)

2.) am Castelmonte bietet sich als Einkehr auch die Agriturismo PLANINA an (ca. 20 Min. zu Fuß) mit gutem Essen und wunderschönem Blick über die Tiefebene / Adria an, ÜN war möglich in einem kleinen, bescheidenen Häuschen (50 € / Nacht)

3.) wer in Cepletischis übernachten möchte, findet dort Privat-Zimmer an der Hauptstraße unterhalb der Piazza Italia (3 Zimmer, ca. 45 € / DZ)

4.) auf die Variante der Rundwanderung in Moggio über Moralz wird ja bei den Ergänzungen bereits hingewiesen: offensichtlich ist jetzt der Weg (420?) neu markiert worden, jedenfalls wurden wir von 'La Forca' aus nicht direkt ins Tal zurück nach Moggio geleitet, sondern über den Höhenrücken in Richtung Süden und dann in Kehren den Hang hinab ins Tal - bei dieser Wegführung ist es SEHR sinnvoll mit dem Uhrzeigersinn zu gehen (die Kehren sind bergauf bestimmt recht fad) - der Höhenweg über den Rücken bietet zum Abschluss einen grandiosen Blick aus der Nähe über den Talkessel und die drei Ortschaften Moggessa di Qua / Là und Stavoli

5.) In Prato di Resia haben wir im 'Albergo alle Alpi' übernachtet, von Zimmern im Haus der NP-Verwaltung war nichts zu sehen;
Albergo alle Alpi hat sehr gute (regionale) Küche und einfache Zimmer (€ 44 / 56 (!)) für Zimmer ohne / mit Bad (macht aber kaum einen Unterschied, wenn sich 2 Zimmer ein Bad teilen ...)

6.) Osteria 'Ai Colovrat' in Clabuzzaro scheint nur noch Do-So geöffnet zu sein...

Vielen Dank für das schöne Buch!

Roland Stork
[Juni 2009] :: top ::


Natisone-Rundwanderung im April/Mai 2009
Tagebuchaufzeichnungen von Christel Wegeleben, Berlin

Sonntag, 26. 4. 2009
Ein Bus brachte uns nach einem gutem Frühstück nach Pulfero, wo wir nach einer längeren Rundwanderung die Nacht verbringen sollten. Es war eine wunderschöne Fahrt auf einer schmalen Serpentinenstraße, die allerdings zum Wandern eben doch nicht so attraktiv ge-wesen wäre. Keine großen Höhenunterschiede gab es an diesem ersten Tag zu überwinden, aber 7 Gehstunden und immer wieder schöne Ausblicke in die Täler des Natisone, des kleinen Flüsschens, der unserer Wanderung ihren Namen gab. (...)
Einer der wenigen, noch tätigen Bauern hatte sich zusätzlich dem Tourismus zugewandt, unsere Gruppe lechzte nach Kaffee und wurde hier freundlich bedient. Am Wegesrand entdeckten wir immer wieder Trockenmauern, die einst Weideflächen im hügeligen Gelände abgefangen haben. Weidewirtschaft gibt es hier allerdings kaum noch, die Verbuschung schreitet voran, der Wald erobert sich seinen uralten Platz zurück. Auf dem Monte Craguenza in 948 m Höhe hielten wir Mittagsrast. Der Frühling hatte hier erst vor kurzem Einzug gehalten. Fast schüchtern hoben die ersten Primeln, Veilchen, Vergißmeinnicht, Narzissen und Schlüsselblumen ihre Köpfe aus dem vom Schnee des Winters niedergedrückten, trockenen Gras. Ganz vereinzelt leuchtete auch gelegentlich ein kleiner Enzian mit seinem kräf-tigen Blau aus dem bräunlichen Gras hervor. Auf dieser schönen beschaulichen Wanderung kamen wir am frühen Nachmittag an der kleinen Kirche San Spiritu vorbei, verschlossen, verwunschen im Grün gelegen. Weiter ging es zur Felsenkirche San Giovanni d'Antro. Sich hier auf einen mystischen Ort einzustimmen, fällt nicht schwer. Der letzte Teil des Weges führt durch wildes grünes Dickicht und dann ragte plötzlich eine steile, zerklüftete Felswand vor dem Wanderer auf. Wir waren am Ziel und zunächst dachte ich, dass uns unser Wander-führer nun die Wand heraufklettern läßt, hatte mir im Stillen bereits eine passable Ausrede zurecht gelegt, um dem Free-Climbing irgendwie zu entgehen. Doch oh Wunder, ein paar Schritte weiter öffnete sich das Dickicht und gab den Blick auf eine bequeme steinerne Treppe frei, mal wieder Glück gehabt! (...)
Ein besonders schönes Plätzchen am Natisone-Ufer lud vor der Heimkehr noch einmal zu einer Pause ein. (...)
Unsere Unterkunft in Pulfero bot uns nicht nur behagliche Zimmer, sondern ein fulminantes Abendessen, cucina italiana, benissimo! Und erst der Wein!!! Das Abendessen verdiente mehrere Sterne am Küchenhimmel. :: top ::

Montag, 27.4.
(...) Das feuchte Wetter über Nacht hatte Frösche und Feuersalamander in großen Mengen aus dem dichten Grün des Straßenrandes auf den wärmeren Asphalt gelockt, auf dem wir zunächst von Pulfero bis Loch Linder marschierten. Was da an Getier noch am Leben war, wurde liebevoll ins rettende Grün zurückgesetzt. Dann begann der Aufstieg, mal moderat, mal etwas steiler, gelegentlich durch dorniges Gestrüpp, für alle bei zügigem Tempo recht kommod. In Mersino basso kehrten wir zu einem Kaffee ein. Die Wirtin hatte den Ofen angeheizt, einige zog es gleich in seine wärmende Nähe. (...)
Auf dem langen Weg hinauf zum Monte Mataiur genossen wir die herrlichen Ausblicke hinunter ins Tal auf die kleinen Weiler, die wohl durch schmale Autostraßen miteinander verbunden sind, Straßen, die im dichten Grün von oben aber nicht zu erkennen sind. Hier hat der Wald die von Menschen einst bewirtschaftete Kulturlandschaft zurück erobert. Jenseits der Baumgrenze begeisterten uns die vielfältigen Steinformationen nicht minder. Mittagsrast wurde an einem verlassenen Gehöft gehalten. Ein paar Regentropfen trieben uns in die ehemalige »schwarze Küche«. Roh gezimmerte Bänke und ein grober Tisch sind noch zu be-nutzen, leben tut hier schon längst keiner mehr. Viehhaltung und Landwirtschaft werfen nicht genug ab, um eine Familie zu ernähren, die Jungen wandern ab, dorthin, wo sie leichter ein besseres Auskommen finden. Zunächst bleiben die Alten zurück, dann verfällt ein solches Gehöft ziemlich schnell. Nach der Pause begann dann der Aufstieg zum Mataiur. (...)
Wir schafften es nur bis in Gipfelnähe, ein eisiger Wind trieb uns abwärts zum Rifugio Guglielmo Pelizzo, eine sehr angenehme Schutzhütte, die für behagliche Unterkunft, gutes Essen und kleine Kulturveranstaltungen bekannt ist. Am Abend besuchte uns Frau Antonietta Spizzo, eine kleine energische Frau, die sich u.a. um die Erhaltung des kulturellen Erbes der Natisone-Täler bemüht. Sie ist von Beruf Deutschlehrerin, Übersetzerin und Journalistin, schreibt für verschiedene Zeitungen, reitet und züchtet Pferde, betreut mit ihrem Mann ein Rifugio hier in der Nähe, ist schon einmal zu Pferde von hier nach St. Petersburg geritten, kurzum eine interessante Person, die uns interviewte, um mit unseren Erlebnisberichten für das Wandern in ihrer Heimat zu werben. Wir erfuhren von ihr einiges über das arme Friaul sowie über die Kultur und Probleme der slowenischen Minderheit hier in Italien. So erlebten wir nach einer schönen Wanderung einen interessanten Gesprächsabend. :: top ::

Dienstag, 28. 4.
Heute hatte sich Petrus schon morgens auf Regen eingestellt. Es goss und war auch lausekalt. Den zunächst und eigentlich vorgesehenen, allerdings steilen Wanderweg tauschte der größte Teil der Gruppe gegen die Straße ein. (...) Über Barza , Stermizza und Ielina gelangten wir nach kurzem, etwas steileren Anstieg zur Taverna Orso matto an der Hauptstraße, wo wir zu einem Mittagsmahl einkehrten. (...)Die Mittagsrast tat gut, allerdings lieben wir Wanderer ja unterwegs mehr das einfache Picknick statt einer üppigen warmen Mahlzeit, doch des regnerischen Wetters wegen und dem freundlichen Wirt zuliebe ließen wir es uns schmecken. Viel besser wurde das Wetter heute leider nicht, schade insbesondere für den hübschen Ort Topolò, dem G. P. in seinem Buch die Seiten 257-265 widmet und das wir regennass eigentlich nur schnell durchschritten. Auf 500 m Höhe gelegen stellt Topolò das Ideal eines Natisone-Dorfes dar. (...) Schade, dass wir uns wegen des unfreundlichen Wetters nicht mehr Zeit für dieses Dorf nehmen konnten.
Unser heutiges Tagesziel war Clodig. Die Trattoria alla posta wartete mit zwei Überraschungen auf. Zunächst das Naturphänomen, eine Glyzinie, deren meterweit horizontal gewach-sener Stamm baumesdick, mit Moos bewachsen eine Fülle von Blüten die Terrasse schmückte. Zum zweiten konnten wir uns von der legendären Küche und den Überraschungsmenüs der Donna Maria Primosig, von der G.P. berichtet, selbst überzeugen. (...) :: top ::

Mittwoch, 29.4.
Leider regnete es am Morgen, was uns andererseits den Besuch des Museo della Civita Contadina, einer weiteren Attraktion von Clodig eintrug. Von der Familie Ruttar sind Gerätschaften und Lebenszeugnisse aus der Region, die die Alltagskultur der Jahrhunderte widerspiegeln, gesammelt und in ihrem Anwesen ausgestellt worden. (...) Das ganze wirkt auch keineswegs verstaubt, es soll sogar jedes Stück katalogisiert sein, wie uns stolz die Besitzerin und Museumschefin wortreich auf italienisch erläuterte.
Gott Lob ließ der Regen nach und wir konnten unsere Wanderung beginnen. Immer noch hingen die dunklen Wolken tief vom Himmel herab. Auf dem Weg nach Lase kamen wir in einen Gewitterregen, kein so rechtes Vergnügen. (...) Ein Teil suchte Schutz an einer Bushaltestelle, andere stiegen ein paar Meter nach Lase ins Dorf hinauf und besichtigten die verlassenen Holz- und Heuhütten. (...) Eine kleine Gaststätte bot den etwas verkühlten und feuchten Wanderern Kaffee und auch einen wärmenden Grappa. Das Gewitter hatte sich verzogen, die Sonne kam sogar hervor, doch alle verzogen sich in den kleinen Gastraum und verschmähten die Sonnenterrasse. Nach gehöriger Stärkung teilte sich hier die Gruppe. Die einen nahmen die Gelegenheit wahr, mit einem Bus zu unserem Ziel in Tribil di sopra zu gelangen, die anderen wollten laufen. Im Sonnenschein genossen wir beim Abmarsch noch einmal den Blick hinunter nach Slowenien, dann ging es los, leider auch bald mit Regen. Über und entlang des Idrija-Flusses, nass von oben, nass von unten, die Furt gehörig überspielt, doch die Wanderer bei bester Laune. Und es wurde ein ziemlich langer Marsch. Kurz vor dem Ziel hatte der Wettergott bemerkt, dass er uns doch nicht zur Umkehr zwingen kann und schickte nun die milde Nachmittagssonne zu Trost und Belohnung. In Tribil di sopra genossen wir die Gastfreundschaft der Dorfgemeinschaft, die sich zu einem Tourismusbetrieb zusammen geschlossen hatte und in der ehemaligen Schule, die mangels Kindern geschlossen ist, die Wanderer liebevoll bekochte und betreute. Um nicht in der Schule auf dem Fußboden zu übernachten, waren wir in verschiedenen Privatquartieren unter gebracht, die Frauenriege sogar im nächsten Dorf. Der Transfer per Auto klappte vorzüglich. Wir wohnten in einem äußerst liebevoll hergerichteten Ferienhaus, wo wir Gelegenheit, aber auch alle Mühe hatten, unsere völlig durchweichten Schuhe wieder zu trocknen. Da wurde uns Zeitungspapier in reicher Menge zur Verfügung gestellt, die nasse Kleidung konnte über das ganze Haus verteilt werden.. Ein üppiges Abendessen der regionalen Art und ebensolcher Wein versüßte den Abend. :: top ::

Donnerstag, 30.4.
Schon morgens lachte die Sonne am blauen Himmel und versprach uns einen wundervollen Wandertag. Die heutige Wanderung war nicht besonders lang, die Höhenunterschied nicht groß, dazu ein schöner Wanderweg und immer wieder die Ausblicke in das Natisonetal, Rück- und Rundblicke auf die hinter uns liegende Wanderung, auf die Dörfer, die sich wie Perlen an einer Kette aus dem Grün der Hänge herausheben. Wir passierten die Kirchen San Giovanni und San Nicolo, wohl keine kunsthistorischen Besonderheiten, aber eingebet-tet und zugehörig zum ehemals lebendigen Dasein im hiesigen Kulturraum. Ein steiler Anstieg führt dann zum Marienheiligtum Castelmonte. (...) Seit 1913 wird Castelmonte von Kapuzinermönchen betreut, der Pilger- und Besucherstrom ist immer noch zahlreich, insbesondere am Wochenende. An einem Donnerstag fanden wir als Wanderer hier ein angenehmes Nachtquartier, die Zimmer sehr freundlich, lediglich in dem riesigen Speisesaal wirkten unser verhältnismäßig kleines Grüppchen allerdings etwas verloren. Wir genossen zunächst in der milden Nachmittags-sonne den herrlichen Blick hinunter ins Natisone-Tal und besuchten dann gemeinsam die Marienkapelle. Der gestrengen Hausordnung wegen mußten alle pünktlich um 22 Uhr zu Bett, bis dahin aber hatte sich ein interessanter Gesprächskreis, der sich auch noch vorsorglich mit Wein versehen hatte, zusammen gefunden und begonnen, ein erstes Resumee dieser wunderschönen Wanderung zu ziehen. :: top ::

Freitag, 1.5.
Heute lag nur noch ein halber Wandertag vor uns, die schöne Zeit näherte sich dem Ende. Mit Wärme und Sonnenschein wurden uns vom Wettergott die letzten Wanderstunden versüßt. G. P. nennt es zu Recht den idealen Ausklang einer großen Wanderung. In der kühlen Morgenfrische stiegen wir zunächst auf steilem, steinigen Weg von der Bergkuppe herab. Einigen Pilgern begegneten wir bei ihrem Aufstieg, festlich gekleidet, zum Teil mit sehr leich-tem Schuhwerk, die Gesichter fröhlich und in freudiger Erwartung ihres Ziels. (...) Auf diesem uralten Maultierpfad stiegen wir im Sonnenschein zu Tal und genossen zum letz-ten Mal die weiten Blicke in die Landschaft, die wir in den letzten Tagen durchwandert haben. Mit einer letzten Rast am Fluss, die zu einem erfrischen Bad im kühlen Wasser, zu einem Nickerchen im Schatten der Sträucher am Ufer oder zum Fotografieren der wunderschönen Flusskiesel genutzt werden konnte, endete der Marsch dann in Cividale am Nachmittag.(...) In dem recht eleganten und sehr gemütlichen Locanda Al Pomo d'Oro genossen wir dann unser letztes gemeinsames Abendessen, stilvoll, beste einheimische Küche, Tischreden voller Dankbarkeit und Glück über die gemeinsamen Erlebnisse. (...)
PS: Hier noch einiges zur Statistik: Wir sind 107 km gelaufen, haben 3500 Höhenmeter er-klommen und waren 37 Stunden unterwegs. :: top ::

ich möchte euch gratulieren zu eurem interessanten, lehrreichen und liebevoll gestalteten buch (reiseführer wäre zuwenig). wir (meine frau, mein hund und ich) konnten zwar bei unserem kurzbesuch in friaul nur 2 wandervorschlägen nachkommen, aber weitere sind geplant. ich hab auch euer -das weite suchen- aber da hats bis dato nur zum hineinlesen gelangt (ist aber ebenfalls toll)
eine frage: plant ihr in nächster zeit eine übersetzung der letzten täler ins italienische? ein unterkuftstipp: agriturismo casa del grivo in faedis (einfach googlen). so nett gewohnt, so freundlich bewirtet wie bei toni und paola hab ich glaub ich noch nirgendwo!

liebe grüsse aus innsbruck.
peter sollereder
[18. 05. 2009] :: top ::

Und die Zeit wird ganz lang ...
... und manchmal, in den beglückendsten Momenten, scheint sie still zu stehen.
Weit entrückt ist die Welt der doch so nahen quirligen friulanischen Städte wie Cividale und Udine, die Welt der Geschäftigkeit und des Trubels, der Eitelkeit und des schönen Scheins.
Eine Woche Rundwanderung in den Tälern des Natisone, liebevoll, ja richtig: liebevoll und ganz sicher geleitet von den perfekten Wegbeschreibungen Gerhard Pilgrams in seinem ganz und gar ungewöhnlichen Wanderbuch »Die letzten Täler«. Verirren ist bei diesen konkreten Beschreibungen kaum möglich und wenn dann äußerst reizvoll.
Es ist ein ganz nahes, ganz kostbares Abenteuer das durch dieses Buch leicht erfüllbar wird.
Ein Eintauchen in eine ganz andere Welt, wandernd auf uralten, teils verwachsenen Kulturwegen, die manchmal selbst Einheimische nicht mehr kennen.
Ein spannender Film voller Überraschungen, denn hinter jeder Kuppe, jedem Bergrücken oder auch schon nach einer Kurve  ein neues Bild, ein neuer weiter Ausblick, einer schöner als der andere.
Der alles dominierende Matajur, sanfte Almen und Wiesen, Märchenwälder in denen man glaubt gleich Rübezahl oder einem Bären zu begegnen, tiefe Gräben durchzogen von Bächen.
Und vor allem unzählige Bilderbuchdörfer, die auf wundersame Weise auftauchen und wieder verschwinden.
Es ist eine einsame Wanderung, bei der wir keinem einzigen Wandersgefährten begegnet sind.
Selbst in den Dörfern regt sich nur wenig Leben. Umso kostbarer jede einzelne Begegnung. Z.B. die mit einer energischen 90-jährigen Frau, die vom Kirchgang heimkommt. Mit lachenden Augen erzählt sie von ihrem kargen Leben, das sie im Ort verbracht hat und wie sie heute noch das steile Feld bearbeitet.
Oder die Begegnung mit Menschen, die zurückgekehrt sind in ihre Dörfer der Kindheit. Aus Belgien, der Schweiz, Deutschland – jetzt sitzen sie vor ihren liebevoll renovierten Häusern in der Sonne und laden die Wanderer ein auf ein Glas Wein, ein Stück Brot mit Wurst und erzählen von ihrem Glück wieder hier zu sein, erzählen aber auch von ihrer Einsamkeit in den Dörfern.
Täglich neu ist dieses Glück des Angekommenseins auch für den Wanderer erlebbar. Von Gerhard Pilgram umsichtig ausgesuchte Unterkünfte, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Wunderbar nobel beim Start in Pulfero, in einem Museum, die Zimmer ausgestattet mit schönen alten Möbeln in Clodig oder in ehemaligen Mönchszellen hoch oben im Kloster Castelmonte und – das Schönste – überall empfangen von liebenswürdigen Quartiergebern, die sich sehr um das Wohl ihrer müden Wandersgäste sorgen.
Es ist eine Wanderung für alle Sinne, ausruhend in tiefen duftenden grünen Wiesen, die Füße kühlend in kleinen kalten Bächen, ganz untertauchen und schwimmen im grünen Natisone.
Und vor allem: den ganzen Tag wandernd voller Vorfreude auf die abends bevorstehenden kulinarischen Genüsse. Manchmal auf Haubenniveau, dann wieder ganz bodenständig einfach, doch immer sind es regionale Produkte in höchster Qualität, die Gaumen und Magen verwöhnen und erfreuen.
Eine Woche Rundwanderung in den Natisone-Tälern, das sind ganz viele ganz kostbare Augenblicke, intensivst empfundene Lebenszeit, eine Aus-Zeit jenseits des Alltags, die nur wärmstens weiter empfohlen werden kann.
Und ein ganz großes Danke an Gerhard Pilgram und sein Team für dieses unvergleichliche außergewöhnliche Wanderbuch, das solche Augenblicke des Glücks und Innehaltens möglich macht.

Edith Kapeller
[im April 2009] :: top ::


Liebe Freunde der friulanischen »letzten Täler«!
Moreno Miorelli hat mir eine Kopie von Eurem Buch besorgt, das ich mit grossem Interesse lese. Bin auch dabei, einige Wanderungen, die Ihr vorschlagt, zu testen, und finde sie sehr präzis und originell. (...) Eigentlich habe ich mich echt gewundert, dass unsere leider so verlassenen und vernachlässigten Täler dieses Interesse im Ausland erwecken, vor allem in Österreich, wo tausend tolle Wanderungen möglich sind. Finde auch den Titel besonders zutreffend. Ganz toll ist auch das Titelfoto. Aber wie »nemo propheta in patria« ist, so zieht unsere vergessene Berggegend Naturliebhaber von jenseits der Grenze an, wird aber von den Einheimischem ignoriert! Natürlich freue ich mich umso mehr, dass Ihr dieses Buch geschrieben habt! Habt Ihr schon an eine (mindest Teil-)Übersetzung ins Italienisch gedacht? (...)

Liebe Gruesse aus Italien,
Antonietta Spizzo
[09. 03.2009]


Etwas verspätet ein ganz kurzer Bericht von unserer Wanderung bei Venzone: Also Ihre Beschreibung verspricht nicht zu viel! Wir waren wieder restlos begeistert. (Sehr gelacht haben wir, als wir in einem Tourismus-Prospekt gesehen haben, dass der Weg von der Forca di Ledis hinunter Teil einer Mountainbike-Runde ist!! Muss ein echtes Vergnügen sein.) Im militärischen Sperrgebiet wurde geschossen (Mittwoch) und ein Sperrposten hielt uns bei der letzten Wildbachverbauung auf. Aber nach etwas warten und dank diplomatischem Geschick und Italienischkenntnissen konnten/durften wir uns rechts durch den Wald schleichen.
Der Höhenunterschied beträgt übrigens ca. 1.100 m.
Noch eine kurze Bemerkung: Der Radweg im Kanaltal (Tarvis-Pontebba) ist praktisch fertig und wird im kommenden Frühjahr gänzlich befahrbar sein. (Nach Fertigstellung der Pipeline.) Ist gut zu fahren und soll – irgendwann – bis Grado gehen. Wird auch eine tolle Sache!

Wir freuen uns auf die nächste Tour.
Peter Polak
[18. 10. 2008] :: top ::

Ich bin vergangene Woche mit zwei Bekannten die »Moggio-Runde« nachgegangen. Wir waren restlos begeistert! Die Eindrücke – Natur, verfallende Kulturzeugen und auch der sportliche Aspekt – alles war einmalig und wie ein zusammen komponiertes Ganzes. Die Beschreibung verspricht wirklich nicht zu viel! Als überraschender Kontrapunkt – wie aus einer anderen Welt – erschien uns gegen Ende die eingehauste Brücke der Bahn!
Einzig die angegebene Summe der Höhenunterschiede entspricht nicht den Tatsachen. Es sind tatsächlich 850 Höhenmeter, gemessen mit einem Höhenmesser.
Es war unsere erste Tour aus diesem Buch und wir sind schon neugierig auf die nächsten.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Polak
[09. 10. 2008]


Ich habe letzte Woche mit meiner Mutter die Wanderung zu den verlassenen Dörfern bei Moggio Udinese gemacht. Es war eine ganz wunderbare Wanderung. Diese Wildnis und Ruhe und der Fluss, in den man reinspringen konnte, und die wunderschönen alten Häuser. Sie haben mich sehr an meine Kindheit erinnert als meine Tante und Onkel in einem ähnlichen, aber restaurierten Dorf, in Norditalien ein Haus hatten, wo ich oft zu Besuch war. Wir haben in Venzone übernachtet, was mit seiner Geschichte auch sehr spannend war. Es ist eine tolle Gegend mit irren Wegen.
Hannah Scherer
[28..08.2008]

Betrifft: Rundwanderung bei Montefosca
Diese Wanderung war wie die Wiederentdeckung meiner eigentlichen »Wander-Natur«, die vorgeschobene und erhöhte Posten auf irgendwelchen »Balkonen« irgendwelcher Berge bevorzugt, um von dort den Blick schweifen zu lassen über die weiten Vorlande, in deren Dunst sich fremdes Leben abmüht und das begrenzt wird von einem grauen Glanz namens »Meer«. Ich glaube, von Montefosca bis zur Höhlenkirche San Giovanni d’Antro begegneten wir keinem einzigen Menschen, und weil auch die Bergweiden und Bergwiesen kaum bewirtschaftet sind, die Natur also sich verlorenes Terrain täglich zurückgewinnt, war es wie eine Wanderung ausserhalb der Zeit, ausserhalb unserer Zeitrechnung; dort, wo auch die Wegmarken ohne Führer und dessen Vorkehrungen in der nächsten Saison verschwunden wären. Aber auch diese Art von Verfall macht den eigentlichen Reiz dieser Landschaft aus.
Christian Ruhsheim, Liestal (CH)
[06. 08. 2008] :: top ::

Im Juni war ich mit Eurem Buch im Friaul, leider in einer brutalen Hitzewelle, so dass das Wandern recht muehselig war. Trotz also relativ geringer Wandererfahrungen (ich habe mich mehr den kulinarischen Genuessen zugewandt, die ja bemerkenswert sind...) doch zwei kritische Kommentare:

1) Falls eine Neuauflage kommt, sollte unbedingt eine Karte rein, auf der man sieht, wo die einzelnen Wanderrouten in etwa liegen. Ich habe mir das alles etwas muehselig auf eine Kartenkopie uebertragen. Einem Freund fiel als erstes genau das Gleiche auf.

2) Wenn ich recht sehe, verlaufen sehr viele Wanderungen ueberwiegend oder zu sehr großen Teilen im Wald. Das ist sicher dem Landschaftsbild geschuldet, die Haenge im Alpen-Vorland sind ja weitgehend bewaldet. Es sollte aber zumindest in der Einleitung und auch bei den einzelnen Wegbeschreibungen vielleicht etwas deutlicher werden.
Ansonsten complimenti fuer die wie immer hervorragenden und wirklich sehr informativen Texte zur Region.
Christoph Hennig, München/Bolognia
[05. 08. 2008]

[Antwort der Autoren:
Ad 1): Die 2. Auflage der LETZTEN TÄLER ist soeben erschienen, und zwar mit einer Übersichtskarte auf der Umschlagseite innen. Der Mangel war evident und wurde von vielen zu Recht kritisiert.

Ad 2): Insgesamt halten die sich die Waldabschnitte bei unseren Friaul-Wanderungen durchaus in Grenzen, da auch wir nicht gerne stundenlang in der Vegetation herumrennen. Jedenfalls gibt es fast immer einen ständigen Wechsel aus Kulturlandschaft, Dörfern, Wald und offenem Terrain.Verhältnismäßig viel Wald gibts in den Natisone-Tälern; die Rundwanderung ist aber trotzdem besonders abwechslungsreich und wunderschön.] :: top ::


Die Rundwanderung bei Montefosca war wunderschön und auch leicht zu finden. Auch die Zeiten haben mit unseren übereingestimmt, obwohl wir ja eher langsam gehen. Am Anfang waren wir sogar schneller als die 45 Min. vor der Abzweigung und haben diese leider übersehen und sind dadurch auf einem Sträßchen bei der Kirche herausgekommen.
Der als stark verwachsen beschriebene Weg nach dem ersten Sattel war schön gemäht, also leicht zu finden und zu gehen. Überhaupt oben am Kamm war es wunderschön mit den Wiesen voll Blumen und der herrlichen Aussicht.
Froh waren wir, noch am Waldweg, kurz bevor man zum breiten geschotterten Fahrweg Richtung Kaserne kommt, eine Quelle zu finden. Das war an diesem heißen Tag schon sehr gut, zumal wir in den Dörfern Cedermaz usw., gerade während der Mittagsruhe, keine Menschenseele und nicht einmal Hunde getroffen haben.
Wir möchten Ihnen zu dem tollen Buch gratulieren. Erst wenn man selbst die Wanderungen geht, kommt man darauf, wieviel Mühe und Zeit darin stecken.

Ilse und Heinz Abl, Klagenfurt
[18. 07. 2008]

Sehr geehrte Damen und Herren,
herzliche Gratulation den AutorInnen von »Die letzten Täler« – ein rundum gelungenes Werk. Ich habe vergangene Woche (3. – 6. Juli 2008) die Rundwanderung von Cividale aus in die Valli del Natisone unternommen und bin nicht nur von der Landschaft begeistert, sondern auch von den überaus präzisen Wegbeschreibungen, ohne die man sich vor allem dort, wo Markierungen völlig fehlen, als Wanderer wohl sehr schwer täte.
Eine Anregung des Wirtes der Schutzhütte Guglielmo Pelizzo am Matajur – der Ihr Buch bzw. jedenfalls die Beschreibung der mehrtägigen Rundwanderung kennt – will ich gerne weitergeben: Der Wirt wünscht sich eine italienische Übersetzung Ihres Buches bzw. zumindest der Wegbeschreibungen und Zusatzinformationen über die Rundwanderung in den Natisone-Tälern. Angeblich existiert in Italien keine vergleichbare Wander-Lektüre für dieses Gebiet.
Noch eine Anmerkung: Die in Ihrem Buch beschriebenen Teile des Natisone-Höhenweges decken sich bekanntlich mit den Via-Alpina-Etappen. Ich habe festgestellt, dass die Zeitangaben auf der Via-Alpina-Homepage und auch auf den Via-Alpina-Schautafeln, die sich z. B. bei den Schutzhütten Pelizzo und Solarie befinden, völlig unrealistisch sind. Bei Weitwanderungen muss ja von Vornherein das Gehtempo gedrosselt werden, da im Regelfall Rucksäcke mit 12 – 15 kg Gewicht zu schleppen sind. Da lobe ich mir die Angaben in Ihrem Buch, die diesen Bedingungen Rechnung tragen und auf die man sich wirklich verlassen kann!

Freundliche Grüße
Werner Lamprecht, Lienz
[11. 07. 2008] :: top ::

Sehr geehrter Herr Pilgram!
Ich gratuliere Ihnen und Ihren Mitautoren zu Ihrem Buch »Die letzten Täler«.
Das Kanaltal und dessen Umgebung hat schon seit langem eine eigenartige Faszination auf mich und meine Frau ausgeübt, man traut es sich ja kaum zu sagen.....
Ich war daher wirklich sehr erfreut als ich in der Radiosendung von Tag zu Tag davon hörte, dass es nicht nur uns so ergeht, sondern dass auch andere Menschen so empfinden und noch dazu so gründlich an die Sache herangehen wie Sie.
Vielleicht könnten Sie mir auch eine Frage beantworten – wir sind von Tarvisio nach Fusine gefahren und von dort auf einer Nebenstraße einen Berg hinauf nach Norden – Richtung Dreiländereck. Ab einem unbefestigtem Parkplatz bin ich leichtsinnigerweise noch ein Stück weitergefahren und war dann auf einer gepflasterten, halb zugewachsenen Straße, welche in einem weitem Bogen zu unserem Ausgangspunkt zurückführte. Der Zustand der Straße war jedenfalls fürchterlich und sicher nicht für ein befahren mit normalem PKW gedacht. Ich kann mir jedoch vorstellen, das es sich dabei um eine eindrucksvolle Panoramastraße der Zwischenkriegszeit handeln könnte? Die Aussicht (inzwischen längst zugewachsen) sowie die ganze Anlage und die Trassenführung lassen einen derartigen Zweck vermuten, allerdings fehlt ein Anschluss in vergleichbarer Qualität in das Valromana. Meine Erkundigungen bei Einheimischen, allerdings auf Kärntner Seite, ernteten nur ein Schulterzucken.
Mich würde es wirklich interessieren ob ich mit meiner Ansicht richtig liege, in Ihrem vorliegendem Buch finde ich dazu leider keinen Anhaltspunkt.
Jedenfalls nochmals herzlichen Glückwunsch zu dem gelungenen Wander-Reise-Lesebuch.

Beste Grüße
Georg Wurzinger, Hallein
[18. 06. 2008] :: top ::

Nach einer Wanderung im Dognatal möchte ich zu Ihrer Beschreibung im
Buch Die letzten Täler folgendes anmerken:
auf Seite 71 unter »Wegbeschreibung III« stellen Sie folgendes fest: »... das Hinweisschild, wonach der Weg unpassierbar ist, kann getrost ignoriert werden...«
Bei der Begehunhg am 25. 05. 2008 stellte sich heraus, dass der Weg an zumindest zwei Stellen fast gänzlich hinuntergebrochen ist. Die Überwindung dieser Stellen stellt eine erhebliche Gefahr dar, weil man in dem von Gras und Schotter durchsetztem Gelände kaum Griffe und Tritte findet. Dieser Weg ist derzeit nur mit einer entsprechenden Seilsicherung begehbar.

Trotz allem: es war eine großartige Wanderung in eine entrückte Welt in die man sich durch Ihre Beschreibungen gerne entführen läßt.

Mit freundlichen Grüßen
DI Herfried Frey
[26. 05. 2008] :: top ::


ž